Hunde-Ernährungsberater | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Hunde-Ernährungsberater

Das Interesse ist groß, aber ein eigenständiger Beruf ist der Hunde-Ernährungsberater nicht. Dieses spezielle Wissen ermöglicht Menschen, die sich beruflich bereits mit Hunden beschäftigen, eine zusätzliche Dienstleistung anzubieten.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Das Ziel ist, den Hund gesund zu erhalten.
Wir Menschen werden durch falsche Ernährung dick, schlapp und krank. Hunde auch. Doch wenn bei ihnen Probleme auftauchen, wie Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Haarausfall, chronische Müdigkeit, Hautrötungen bis hin zu Ekzemen und anderes, denkt man ans Futter oft erst nicht, mitunter sogar überhaupt nicht, vielleicht weil der Hund schon teure Spezialnahrung frisst.

Jede Fütterung kritisch hinterfragen

Aber jeder Hund hat seine eigenen Probleme, und was dem einen gut tut, kann einem anderen schaden. Jede Art von Fütterung sollte kritisch hinterfragt werden. Inzwischen gibt es eine Reihe von Seminaren zum Thema. Sie werden besucht von Tierheilpraktikern, Hundetherapeuten und -ausbildern aller Fachrichtungen, von Hunde-Salon-Betreibern, Tiersittern, Inhabern von Zoogeschäften oder eines Futtermittelhandels, Tierpensionen und Tierheimmitarbeitern. Daran teilnehmen können prinzipiell alle, auch Hundehalter ohne berufliches Interesse, zum Beispiel Züchter oder Hundesportler. Einige Tierärzte, Schwerpunkt Tierernährung, bieten unabhängige Ernährungsberatungen an und erstellen für jeden Hund individuell ausgewogene Rationen.

Beratung meint nicht Therapie

Eine Ausbildung zum ‚Ernährungsberater - Fachrichtung Hund’ zielt darauf ab, den Teilnehmern die Kenntnisse zu vermitteln, die notwendig sind, um zu einer eigenen Meinung zu gelangen und diese auch mit sachlichen Argumenten zu vertreten. Das bedeutet, einem Hundehalter zu helfen, das richtige Futter für seinen Hund zu finden. Einen therapeutischen Effekt kann das durchaus haben. Und bei den oben genannten Problemen wirkt eine Nahrungsumstellung auch häufig Wunder. In dem Fall muss der Ernährungsberater jedoch zusätzlich Tierarzt oder Tierheilpraktiker sein, um dem kranken Hund durch eine Nahrungsumstellung gezielt therapieren zu dürfen und zu können.

Das Ziel ist, den Hund gesund zu erhalten

Der gesunde und aktive Hund ist das Ziel, zu dem der erste Schritt der ist, weiteren Schaden zu vermeiden. Übergewicht abzubauen ist etwa ein solcher Anfang. Und hier zeigt sich, dass Ernährungsberatung nicht so einfach ist und viel mit psychologischem Geschick und kommunikativen Fähigkeiten zu tun hat. Denn den Hundehalter dazu zu bekommen, eigene Fehler einzugestehen und sein Verhalten zu ändern, alles dem Hund zuliebe, dazu muss man tatsächlich einiges an Überzeugungskraft aufbringen. Deshalb trainiert Mirko Tomasini, Ausbilder von Ernährungsberatern für Hunde, auch das Beratungsgespräch, und vor allem übt er, die Fehler, die man bei einem solchen Gespräch machen kann, zu vermeiden.

Die Ausbildung zum Ernährungsberater für Hunde

Das Seminar umfasst drei Tage, beginnend mit den gesetzlichen Grundlagen. Als Nächstes erfährt der Seminarteilnehmer alles über die Bedürfnisse des Hundes, was seine Ernährung angeht, und über die Besonderheiten der Hundeverdauung. Der zweite Tag beginnt mit Nahrungsmittelkunde. Jetzt werden das Fertigfutter unter die Lupe genommen, Bedarfsrechnungen vorgenommen und spezielle Situationen (trächtige Hündin, Welpen, etc.) besprochen. Der dritte Tag gilt der Ernährung bei Krankheiten sowie der Psychologie des Verkaufsgesprächs und dem Kommunikationstraining. Die Kosten varrieren je nach Institution und beginnen bei etwa 300 Euro.
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