Reitlehrer | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Reitlehrer

Der Pferdewirt mit Schwerpunkt Reiten oder Bereiter (FN) bildet sowohl Reiter als auch Pferde aus. Er braucht dazu Geduld und pädagogisches Geschick und muss seinen Beruf so sehr lieben, dass ihm der Mangel an Freizeit nicht viel ausmacht.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Wer sich zum Pferdewirtschaftsmeister/Berufsreitlehrer weiterbildet, darf seinerseits Pferdewirte ausbilden.
Der Arbeitstag beginnt für einen Reitlehrer oft um 6 Uhr morgens mit der Stallarbeit und kann sich zu Turnierzeiten oft bis nach 20 Uhr hinziehen. Zudem kennen Pferde keinen Sonntag. Kein Job also für Leute, die auf geregelte Arbeitszeit und freies Wochenende stehen. Wer sich zum Pferdewirtschaftsmeister/Berufsreitlehrer weiterbildet, darf nun seinerseits Pferdewirte ausbilden. Freiberuflich arbeitende Reitlehrer handeln ihre Sätze mit dem Reitstallbesitzer frei aus.

Ausbildung

In der Regel handelt es sich bei der Ausbildung zum Pferdewirt um eine dreijährige Lehre, für Abiturienten und Auszubildende, die bereits eine Berufsausbildung abgeschlossen haben, verkürzt sich die Lehrzeit auf zwei Jahre. Danach muss der angehende Pferdewirt noch eine staatliche Prüfung ablegen. Mindestens drei Jahre muss der ausgebildete Pferdewirt in seinem Beruf tätig sein, bevor er nach einem zehnwöchigen Vorbereitungslehrgang den Pferdewirtschaftsmeister machen kann.

Voraussetzungen

Schulbildung: Mittlere Reife
Persönliche Voraussetzungen: Enthusiasmus, Einfühlungsvermögen, Gelassenheit auch in kritischen Situationen und körperliche Kondition sollte der zukünftige Bereiter mitbringen. Das kleine oder besser noch das große Reiterabzeichen in Bronze und ein mehrwöchiges Praktikum in einem Reitbetrieb wirken sich auf jeden Fall günstig auf die Bewerbung aus. Einige Ausbilder bevorzugen volljährige Bewerber, die bereits eine Ausbildung abgeschlossen haben, weil diese nicht mehr die Berufsschule besuchen müssen und nicht unter das Jugendschutzgesetz fallen.

Besonderheiten

Wer keine offizielle Lehrzeit durchlaufen hat, kann die Prüfung zum Pferdewirt machen, wenn er die zweifache Zeit, die für die Ausbildung vorgeschrieben ist, in dem Beruf gearbeitet hat. Auch wer durch Zeugnisse, z. B. den Berufsreitertest, nachweisen kann, dass er die erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten erlangt hat, bekommt eine Chance.
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