Feuerwerk belastet Tiere: Tipps für ein tierfreundliches Silvester | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Feuerwerk belastet Tiere: Tipps für ein tierfreundliches Silvester

An Silvester knallen Korken und Böller. Was für uns Menschen zum Jahreswechsel Spaß bedeutet, ist für die Tierwelt purer Stress. Der Lärm und die veränderten Gerüche in der Natur verwirren sowohl Wildtiere als auch Haustiere und versetzen sie in Panik oder gar Todesangst. Die Tierschutzorganisation PETA Deutschland e.V. hat daher einige Tipps für einen tierfreundlichen Jahreswechsel zusammengestellt.
 
Feuerwerk belastet Tiere: Tipps für ein tierfreundliches Silvester © pixabay.com/belseykurns (CC0 Public Domain)
Die Knallkörper und der Lärm an Silvester bedeuten Stress für die Tierwelt.
Der Jahreswechsel ist ein Grund zu feiern! Es knallen die Korken und das obligatorische Feuerwerk wird in den Himmel geschossen. Allerdings sind der Lärm und die Lichter der Raketen und Böller für die Tierwelt kein Grund zur Freude, ganz im Gegenteil. Für Wildtiere und Haustiere ist die Silvesternacht keineswegs entspannend. Die Tierschutzorganisation PETA Deutschland e.V. ruft daher zu Mitgefühl statt Feuerwerk auf und appelliert an die Bevölkerung, den Jahreswechsel ohne Raketen und Knallkörper zu feiern.

Wildtiere werden durcheinander gebracht

Dörte Röhl, Tierärztin und Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA Deutschland e.V., erklärt: „Insbesondere für Vögel wird der Silvesterhimmel in den Städten zum Inferno. Wer ein Herz für Tiere hat, sollte das Jahresende deshalb möglichst ohne Raketen und Knallkörper feiern. Mit guter Vorbereitung und Ruhe können Tierhalter ihren Hunden und Katzen zudem den Jahreswechsel erleichtern.“ Für Wildtiere ist der ohrenbetäubende Lärm, die ungewöhnliche Luft und das grelle Lichtermeer eine extreme Belastung. Die veränderten Bedingungen in der Natur können Desorientierung zur Folge haben. In Panik rennen sie dann dem Geschehen davon und übersehen dabei Hindernisse.

Hilfreiche Tipps für den Silvesterabend

Auch Haustiere leiden unter den Silvesterknallern. PETA Deutschland e.V. hat deswegen sieben Tipps zusammengestellt, um den Jahreswechsel für Katze, Hund und Co. entspannt zu gestalten.
  • Lassen Sie Hunde und Katzen an Silvester nicht über einen längeren Zeitraum alleine.
  • Bereits am Nachmittag oder frühen Abend beginnen Feierfreudige mit der Knallerei. Den Silvesterabend müssen die Tiere daher sicher im Haus verbringen, auch Katzen. Umzäunte Gärten sind an Silvester ebenfalls nicht sicher: Zu Tode erschreckte Tiere finden auf ihrer Flucht fast immer einen Ausweg.
  • Geschlossene Rollläden, sanftes Licht und leise Musik bzw. Fernsehgeräusche können helfen, den Feuerwerkslärm für Ihre Tiere möglichst auszublenden. Wichtig ist, dass Sie Hunde und Katzen nicht in ihrer Angst bestärken, sondern ihnen Geborgenheit und Schutz geben. Wenn Sie Gelassenheit ausstrahlen, vermittelt das auch Ihren Vierbeinern Sicherheit.
  • Gehört bei Ihnen Bleigießen zum Silvesterritual? Achten Sie darauf, dass Hunde und Katzen nicht an das verwendete Wasser gelangen – es kann zu schweren Vergiftungen führen.
  • Wenn Sie unbedingt noch am Silvesterabend mit Ihrem Hund spazieren gehen wollen, sollten Sie ihn auf jeden Fall an der Leine führen. Wenn sich das Tier in Panik aus dem Geschirr befreit und davonläuft, muss der Vierbeiner ein Halsband mit Adressanhänger und Telefonnummer tragen. Gehen Sie aber lieber frühzeitig noch einmal Gassi mit Ihrem Hund.
  • Nehmen Sie Ihren Hund keinesfalls mit zum Feuerwerk. Raketen bergen neben dem Schreckpotenzial auch eine Verletzungsgefahr.
  • Leiden Ihre tierischen Mitbewohner bekanntermaßen besonders stark unter dem lauten Jahreswechsel oder neigen gar zu Panikattacken, kann es ratsam sein, in Absprache mit einem Tierarzt, beruhigende Medikamente zu verabreichen. Wenn Sie einen ängstlichen Hund besitzen und in einer lauten Gegend wohnen, können Sie sich dem Silvesterlärm entziehen, indem Sie kurzzeitig eine ruhige Gegend aufsuchen und den Jahreswechsel dort verbringen.

Quelle: PETA Deutschland e.V.
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