Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer

Der Seehund ist die im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer am häufigsten anzutreffende Spezies; mehr als 4.000 Exemplare sind hier heimisch. Seltener ist die Kegelrobbe, doch ihre Bestände wachsen.
 
Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer © pixabay.com/Counselling (CC0 Public Domain)
Der Seehund ist das Säugetier, das am häufigsten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer vertreten ist.

Steckbrief

  • Lage: Niedersachsen
  • Größe: 2777 km²
  • Landschaft: Wattenmeer
  • Tiere: Seehund, Schweinswal, Austernfischer
  • Besonderheiten: Meeresleuchten, Bernstein

Tiere

Der Seehund ist das Säugetier, das am häufigsten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer vertreten ist. Über 4000 Exemplare leben dort. Seltener ist die Kegelrobbe, doch die Bestände wachsen. Auch der Schweinswal ist im Wattenmeer beheimatet. Mit gerade einmal 1,5 m Länge ist er einer der kleinsten Walarten. Zu den zahlreichen Vögeln im Wattenmeer gehören unter anderem der Austernfischer, der Kiebitz, der Große Brachvogel, der Watvogel und die Möwe. Zudem tummeln sich jede Menge Würmer, Muscheln, Schnecken und Krebse in diesem Gebiet.

Attraktionen

Eine besondere Attraktion im größten Nationalpark Deutschlands ist das so genannte „Meeresleuchten“. An einigen Nächten im Juli und August fangen Meer und Strand an blau-grün zu leuchten. Ursache dafür sind Panzergeißel-Algen, mikroskopisch kleine Einzeller, die körpereigene Leuchtstoffe herstellen können. Diese Eigenschaft bezeichnet man als „Biolumineszenz“. Sie ist, zum Beispiel, von den Glühwürmchen bekannt. Die Panzergeißel-Algen werden durch äußere Reize angeregt. So hinterlässt man manchmal bei einem Nachtspaziergang am Strand leuchtende Fußspuren. Eine weitere Attraktion des Wattenmeeres ist Bernstein. Besonders im Herbst, wenn die Nordsee von Winden aufgewühlt wird, kann dieser goldgelbe „Stein“, der eigentlich gar kein Stein, sondern erstarrtes Baumharz ist, gefunden werden. Mit sehr viel Glück findet man vielleicht sogar eine „Inkluse“. Das ist Bernstein mit einem eingeschlossenen kleinen Insekten oder Pflanzenteilen.

Aktivitäten

Im ganzen Nationalpark verstreut gibt es die zwei Nationalpark-Zentren und zwölf so genannten Nationalpark-Häuser. Diese Einrichtungen informieren über den Lebensraum Wattenmeer, zudem bieten sie Ausstellungen zu verschiedenen Themen rund um  den Nationalpark und spezielle Führungen für Erwachsene und Kinder. Wer den Park lieber auf eigene Faust erkunden möchte kann auch angelegten Lehr- und Erlebnispfaden das Wattenmeer entdecken. Diverse Aussichtsplattformen ermöglichen einen guten Überblick. Interessant und informativ sind geführte Wanderungen und Radtouren bei denen man eine Menge über den Nationalpark erfährt. Die im Wasser lebenden Säugetiere kann man am besten vom Schiff aus beobachten. Verschiedene Organisationen bieten Schiffstouren an.

Anreise

Mit Bus und Bahn:
Der Nationalpark kann an vielen Stellen betreten werden, deswegen gibt es verschiedene Ausgangspunkte, um den Park zu erkunden. Die Verwaltung des Parks befindet sich in Wilhelmshaven. Dorthin kann man zum einen mit der Bahn gelangen. Haltestelle ist der Bahnhof Wilhelmshaven.

Unterkunft und Verpflegung

Viele der Nordseeinseln, die zum Nationalpark gehören, sind beliebte Reiseziele. Darunter zum Beispiel Borkum, Baltrum und Norderney. Daher gibt es viele Hotels und Ferienhäuser. Wer lieber etwas günstiger reist, für den gibt es in der Nähe des Nationalparks einige Jugendherbergen, unter anderem in den kleinen Städten Esens und Wangerland. Auf den Inseln und in den Städten stehen natürlich auch Einkaufsmöglichkeiten zur Verfügung.

Kontakt

Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer
26382 Wilhelmshafen
E-Mail: poststelle@nlpv-wattenmeer.niedersachsen.de
Tel.: 04421 / 9110
Internet: www.nationalpark-wattenmeer.de/nds

Öffnungszeiten: ganzjährig; verschiedene Öffnungszeiten der Nationalpark-Häuser
Eintritt: frei
Behindertengerecht: ja
Hunde: erlaubt; Leinenzwang in Ruhe- und Zwischenzonen

(Alexandra Frankh)
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