Kakadu Nationalpark | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Kakadu Nationalpark

Der Kakadu Nationalpark ist Heimat für viele unterschiedliche Tierarten. Da es im Park tagsüber extrem heiß ist, sind die meisten Tiere nachtaktiv. Von den über 60 Säugetierarten sind Wallabies und Kängurus jedoch auch tagsüber zu sehen.
 
Kakadu Nationalpark © pixabay.com/hbieser (CC0 Public Domain)
Neben der einzigartigen Natur sind auch die Zeichen menschlicher Kultur eine Besonderheit im Kakadu Nationalpark.

Steckbrief

  • Lage: Australien
  • Größe: 19.804 km²
  • Landschaft: Felsen, Savanne. Feuchtgebiete
  • Tiere: Känguru, Krokodil. Lori
  • Besonderheiten: Felsmalereien
  • Klima: April – September: Trockenzeit, Dezember – März: Regenzeit; immer ca. 35°C

Tiere

Der Nationalpark ist Heimat für viele verschieden Tierarten. Da es im Park tagsüber extrem heiß ist, sind die meisten Tiere nachtaktiv. Von den über 60 Säugetierarten sind Wallabies und Kängurus aber auch in den kühlen Stunden tagsüber zu sehen. Im Kakadu Nationalpark sind viele bunte Vogelarten heimisch. Darunter auch die farbenfrohen Lories, die man fast überall entdecken kann, der gefährdete Riesenstorch und der blau-geflügelte Kookaburra. Besonders berühmt ist der Park für seine Krokodile. Sowohl Süsswasser- als auch Salzwasserkrokodile leben dort.

Attraktionen

Neben der einzigartigen Natur sind auch die Zeichen menschlicher Kultur eine Besonderheit im Kakadu Nationalpark: die Felsmalereien. Die ersten Felsenmalereien wurden Anfang des 19. Jahrhunderts entdeckt, bis heute sind es über 5000 Werke. Sie stammen von den Aborigines. Besonders viele sind an den Ubirr-, Nourlangie- und Nanguluwur-Felsen zu sehen. Manche dieser Malereien sind älter als 20.000 Jahre. Das Anfertigen der Felsenmalereien war für die Aborigines früher von großer Bedeutung, die Zeichnungen wurden nicht nur um der Kunst willen angefertigt. Jagdszenen sollten den Erfolg der Jagd garantieren, andere Zeichnungen sollten Menschen auf magische Weise beeinflussen, wieder andere erzählten Geschichten. Manche zeigen auch bloße Spielereien von Kindern. Obwohl immer noch Aborigines im Park leben, werden keine neuen Zeichnungen mehr angefertigt. Heute ist es einen der Hautaufgaben der Ranger die wertvollen Malereien durch Rinnen und Umleitungen vor Regen zu schützen.

Aktivitäten

Natürlich steht die Besichtigung der Felsmalereien an erster Stelle. Es gibt jedoch noch viele weitere Aktivitäten im Nationalpark. Es gibt viele verschieden Wanderwege, auf denen man den Park erkunden kann. Von kurzen Spaziergängen bis zu mehrtägigen Touren ist alles möglich. Während der Trockenzeit kann man sich auch mit einem Ranger auf eine kostenlose, geführte Wanderung begeben. Auch mit dem Boot kann der Park erkundet werden, allerdings sollte man sich vorher genau informieren, wo man fahren darf, damit man keinen Krokodilen begegnet. Es gibt auch geführte Bootstouren. Ebenso kann man den Park vom Flugzeug aus oder mit einer Geländewagentour erleben. Angeln ist im Park erlaubt und sehr beliebt. Wenn man Tiere beobachten möchte, eignen sich die Morgen- und Abendstunden am besten dafür.

Anreise

Um zum Kakadu Nationalpark zu gelangen kann man jeden der größeren Flughäfen in Australien, wie Brisbane, Adelaide oder Sydney, anfliegen. Von dort geht es mit einem Inlandsflug weiter nach Darwin. Diese Stadt liegt ca. 250 km vom Nationalpark entfernt, was für australische Maßstäbe sehr nah ist. Die kleine Stadt Jabiru, die mitten im Park liegt, ist mit dem Bus oder dem Auto erreichbar.   

Unterkunft und Verpflegung

Unterkünfte findet man am besten in Darwin. Dort gibt es eine ganze Reihe von Hotels. Auch Jugendherbergen stehen zur Verfügung. Zudem gibt es dort Museen, Kinos und Restaurants. Auch in Jabiru gibt es Übernachtungsmöglichkeiten in Form von Lodges und Hotels, außerdem einige Campingplätze rund um den Park.

Kontakt

Kakadu National Park
Australia
E-Mail: Kakadunationalpark@environment.gov.au
Tel: (+61) 8 8938 1100
Internet: http://www.environment.gov.au/parks/kakadu

Öffnungszeiten: ganzjährig
Eintritt: frei
Behindertengerecht: teilweise
Hunde: im gesamten Park verboten

(Alexandra Frankh)
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