Nationalpark Donau-Auen | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Nationalpark Donau-Auen

Der größte Bewohner des Nationalparks ist der Rothirsch. Zudem tummeln sich Rehe, Wildschweine, Füchse, Fischotter und Biber, die größten Nagetiere der nördlichen Hemisphäre, im Park. Zu den auffälligsten Bewohnern zählen Graureiher und Silberrei
 
Nationalpark Donau-Auen, Foto Bienenfresser © Kreinz © Nationalpark Donau-Auen/Kreinz
Bienenfresser im Nationalpark Donau-Auen.

Steckbrief

  • Lage: Niederösterreich
  • Größe: 93 km²
  • Landschaft: Wälder, Fluss
  • Tiere: Rothirsch, Biber, Graureiher
  • Besonderheiten: Blaue Radioente

Tiere

Der größte, aber bei Weitem nicht der einzige Bewohner des Nationalparks ist der Rothirsch. Weitere Säugetiere der Donauauen sind Rehe, Wildschweine, Füchse, Fischotter und Biber, die größten Nagetiere der nördlichen Hemisphäre. Zu den auffälligsten geflügelten Lebewesen des Parks zählen Graureiher und Silberreiher. In der Luft sind Mäusebussard, Schwarzmilan und Seeadler zu beobachten. Viel kleiner, aber nicht weniger auffällig, ist der orange-blaue Eisvogel. Auch einige interessante Reptilien leben im Nationalpark, unter anderem Smaragdeidechsen, Äskulapnattern und europäische Sumpfschildkröten.

Attraktionen

In den schönen Flussauen der Donau und den weiten Nadelwäldern ist, neben den schon erwähnten Arten, seit einiger Zeit eine weitere hinzugekommen. Bis heute ist sie einzigartig und nur im Nationalpark und dessen Umgebung zu finden: die blaue Radioente (Anas stupida). Mehrere tausend Exemplare leben derzeit im Park. Die Geschichte dieser Vogelart ist schnell erzählt: Im Jahre 2000 setzte ein Radiosender zu Werbezwecken 50.000 Kunststoffenten in den Donaukanal in Wien. Zwar wurde stromabwärts ein Netz gespannt, das den Kunststoffmüll abfangen sollte, jedoch war es nicht groß genug. So entwischten einige Radioenten und gelangten in den unberührten Nationalpark. Dort hat man sie nicht entfernt, sondern als Beispiel gedankenloser Umweltbeeinträchtigung ihrer Wege gehen lassen. Obwohl diese Kunststoffente ein beliebtes Souvenir unter Besuchern des Parks ist, sind immer noch viele Exemplare im Park beheimatet.

Aktivitäten

Erste Anlaufstellen für die Planung des Urlaubs im Nationalpark sind das Nationalpark-Zentrum schlossORTH und das Nationalparkhaus wien-lobAU. Im Nationalparkzentrum gibt es nicht nur reichliche Informationen, sondern auch eine Ausstellung, ein Erlebnisgelände mit Unterwasser-Beobachtungsstation und einen Aussichtsturm. Auch im Nationalparkhaus wien-lobAU gibt es eine Ausstellung. Beide Einrichtungen organisieren auch geführte Wanderungen für Jung und Alt in den Nationalpark. Viele davon sind kostenlos. Natürlich kann der Park auch auf eigene Faust erkundet werden. Alternativ kann man sich einer Bootstour auf der Donau anschließen. Hier gibt es viele Angebote. Vom Kanu bis hin zur Tschaike, einem historischen Donauschiff, ist auf dem Wasser alles unterwegs.

Anreise

Mit Bus und Bahn:
Um zum Nationalparkzentrum schlossORTH zu gelangen, fährt man zuerst mit dem Zug bis zum Bahnhof Wien. Von dort geht es mit der U1 nach Kagran, und dann fahren Bundesbusse weiter nach Orth an der Donau.

Unterkunft und Verpflegung

Ein Teil des Nationalparks grenzt direkt an Wien. In dieser Stadt sind jede Menge Übernachtungsmöglichkeiten von Hotels über Ferienhäuser bis hin zu Jugendherbergen geboten. Auch Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Cafés gibt es in der Hauptstadt Österreichs zu genüge. Auch in Orth sowie in weiteren Orten entlang des Nationalparks gibt es Pensionen und Ferienwohnungen.

Kontakt

Nationalpark Donau-Auen
2304 Orth/ Donau
E-Mail: nationalpark@donauauen.at
Tel.: (+43) 2212 / 3450
Internet: www.donauauen.at

Öffnungszeiten: ganzjährig; Nationalparkzentrum von November bis März geschlossen
Eintritt: frei
Behindertengerecht: ja
Hunde: erlaubt; Leinenzwang

(Alexandra Frankh)
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