Nationalpark Kalkalpen | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Nationalpark Kalkalpen

Zu den rund 50 Säugetierarten im Nationalpark gehören Biber, Siebenschläfer, viele Fledermausarten und der stark bedrohte Fischotter. Unter den zahlreichen Vögeln finden sich Habichte, Schwarzspechte, Uhus und Eisvögel.
 
Nationalpark Kalkalpen; Foto © Nationalpark Kalkalpen © Pressebild © Nationalpark Kalkalpen
Ein Nebeltal im Nationalpark.

Steckbrief

  • Lage: Oberösterreich
  • Größe: 210 km²
  • Landschaft: Gebirge
  • Tiere: Steinadler, Fischotter, Biber
  • Besonderheiten: alte Haustierrassen, Höhlen

Tiere

Zu den um die 50 Säugetierarten im Nationalpark gehören Biber, Siebenschläfer, viele Fledermausarten und der stark bedrohte Fischotter. Unter den zahlreichen Vögeln finden sich Habichte, Schwarzspechte, Uhus und Eisvögel. Der imposante Steinadler ist das Wappentier des Parks. Bei den Amphibien ist neben Grasfröschen und Feuersalamander auch die gefährdete Gelbbauchunke zu finden. Auch Reptilien sind im Park vertreten. Neben Bergeidechsen und Schlingnattern gibt es unter anderem auch Kreuzottern.

Attraktionen

Der Nationalpark Kalkalpen legt besonderen Wert auf die Erhaltung einheimischer, alter Haustierrassen. Dazu gehören das Murbodner Rind, das Noriker-Pferd und der Österreichisch-Ungarische Albinoesel. Das Murbodner Rind wurde bereits im 18. Jahrhundert gezüchtet. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Rasse fast völlig verdrängt. Heute setzt sich die Nationalparkregion für dieses Rind ein, auf einer Alm im Park weiden diese Tiere seit 2000 wieder. Der Noriker ist die älteste Pferderasse Österreichs. Seit diese Tiere durch Maschinen aus der Landwirtschaft verdrängt wurden, gehören sie zu den stark gefährdeten Haustierrassen. Der Nationalpark besitzt fünf Noriker mit denen er züchtet. Vom Albinoesel gibt es heute weltweit nur noch rund 200 Exemplare. Dieser Esel, der eigentlich gar kein Albino sondern ein so genannter Gelbling ist, ist vom Aussterben bedroht. Der Nationalpark will diese Rasse durch Zucht erhalten. Eine weitere Besonderheit des Nationalparks sind die vielen Höhlen. 67 dieser unterirdischen Räume gibt es im Park. Eine davon, die Klara-Höhle, wurde erst 2005 entdeckt. Viele Höhlen sind für die Öffentlichkeit zugänglich.

Aktivitäten

Höhlentouren sind eine beliebte Freizeitbeschäftigung im Park. Eine dieser Höhlen, die Kreideluke, ist sogar eine Naturhöhle. Dort gibt es kein künstliches Licht und keine Stege, was das Entdecken zu einem wahren Abenteuer macht. Wer lieber Übertage wandert, für den steht eine Vielfalt an Wegen zur Verfügung. Auch mehrtägige Touren können gemacht werden. Auch Pferdetrekking wird im Nationalpark angeboten. Die Natur vom Pferderücken aus zu erkunden, ist ein besonderes Erlebnis. Eine etwas weniger anstrengende Variante ist eine Kutschfahrt mit den einheimischen Norikern. Für Radfahrer gibt es 500 km Wege. Hier ist für jede Kondition und jeden Schwierigkeitsgrad etwas dabei. Allerdings dürfen die Radwege im Winter nicht benutzt werden. Für Informationen rund um den Park gibt es drei Besucherzentren, in Molln, im Ennstal und den Panoramaturm am Wurbauerkogel. Das Nationalpark Zentrum in Molln ist ein guter Ausgangspunkt. Dort gibt es neben Informationen auch Ausstellungen, ein Café und einen Shop.

Anreise

Mit Bus und Bahn:
Um zum Nationalpark Zentrum in Molln zu gelangen fährt man mit dem Zug bis zum Bahnhof Kirchdorf/Krems oder Steyr. Von dort fahren lokale Busse nach Molln.

Unterkunft und Verpflegung

In Molln bieten Ferienwohnungen und Gasthöfe Unterkunft. Auch in Kirchdorf/ Krems, Steyr und anderen Städten um den Park gibt es Hotels und Pensionen. Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants stehen dort außerdem zur Verfügung. Campingplätze gibt es in der gesamten Nationalparkregion. Berghütten und Jugendherbergen sind weitere Übernachtungsmöglichkeiten.

Kontakt

Nationalpark Kalkalpen
4591 Molln
E-Mail: nationalpark@kalkalpen.de
Tel.: (+43) 7584 3651
Internet: www.kalkalpen.at

Öffnungszeiten: ganzjährig
Eintritt: frei
Behindertengerecht: teilweise; Besucherzentren zugänglich
Hunde: erlaubt; Leinenzwang

(Alexandra Frankh)
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren