Giftköder: Albtraum für jeden Hundebesitzer | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Giftköder: Albtraum für jeden Hundebesitzer

Traurig: Immer wieder fallen Hunde mutwillig ausgelegten Ködern mit Rattengift oder anderen Giftstoffen zum Opfer. Wie können Menschen einen so tief sitzenden Hass auf Vierbeiner entwickeln und mutwillig Giftköder auslegen? Diese Fragen stellt sich wohl jeder Tierliebhaber von Zeit zu Zeit. Eine Antwort werden wir nicht finden.
 
Giftköder: Albtraum für jeden Hundebesitzer © Thomas Brodmann / animals-digital.de
Jeden Vorfall mit Giftköder der Polizei melden und Anzeige erstatten!
Es gibt immer wieder Dinge zwischen Himmel und Erde, die man weder verstehen möchte noch verstehen kann. Wie jeden Sommer häufen sich die Meldungen in den Medien über gefundene Giftköder oder Hunde, die nach der Aufnahme eines Köders qualvoll verendet sind. Hundebesitzern bleibt bereits beim morgendlichen Lesen der Tageszeitung angesichts dieser erschreckenden Meldungen die Frühstückssemmel im Halse stecken. Dann gleitet der Blick hinunter zum friedlich unter dem Tisch dösenden Vierbeiner, der Magen krampft sich zusammen und man hofft, dass dieser unschuldigen Kreatur niemals so ein schreckliches Schicksal blüht.

Hinterhältig und grausam

Gleichzeitig fragt man sich, was in Menschen vorgeht, die vorsätzlich und ohne Rücksicht auf Verluste mit Rattengift, Reißzwecken, Nägeln oder Rasierklingen versehene Köder auslegen. Diese Art, ihrem Hass auf Hunde Luft zu verschaffen, ist derart hinterhältig und grausam, dass einem die Worte fehlen. Hundliebhaber können und müssen das nicht verstehen, aber ihre Vierbeiner so gut es geht vor solchen Anschlägen schützen.

Immer zur Polizei gehen

Dazu gehört zum Beispiel der Gang zur Polizei und die Erstattung einer Anzeige. Und das auch, wenn der Täter unbekannt ist und der eigene Hund leider nicht überlebt hat. Viele Menschen fordern immer wieder höhere Strafen für Tierquäler. Um dies durchzusetzen, müssen die Fälle jedoch bei den Behörden registriert sein. Ganz wichtig ist es, Hunden beizubringen, nichts vom Boden zu essen. Auch wenn das Training viel Geduld erfordert, es zahlt sich aus. Über die Website www.giftköderradar.com können sich Hundebesitzer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz über Gefahren informieren. Das Warnsystem gibt es auch als App für iPhone oder Android. Und noch ein oft gehörter, aber nicht von allen Hundehaltern beherzigter Tipp: Hinterlassenschaften von Hunden bitte immer wegräumen. Vielleicht lässt sich dadurch der ein oder andere Hundehasser besser im Zaum halten.

Text: ULRIKE ULMANN

 
Artikel aus Ein Herz für Tiere Ausgabe 09/2014. Jetzt abonnieren!
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