Verbrauchertipps auf Reisen | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Verbrauchertipps auf Reisen

Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife gibt Tipps, wie Urlauber die „Regenwälder der Meere" erhalten und ihre Bewohner schützen können – ob im Pauschalurlaub auf Teneriffa oder beim Luxustrip nach Tahiti.
 
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Seien Sie auch im Urlaub wachsam.

Korallen: Vorsicht, zerbrechlich!

Korallenriffe bieten Lebensraum für zahllose Tier- und Pflanzenarten. Doch diese Schatzkammern der Artenvielfalt sind zunehmend bedroht. Da Korallen nur langsam wachsen und sehr empfindlich auf Störungen reagieren, ist beim Tauchen und Schnorcheln besondere Vorsicht geboten: Nicht auf Korallenstöcke steigen, keine Äste abbrechen! Schnorchler und Taucher sollten den Boden nicht berühren, um keinen Sand aufzuwirbeln  – dadurch können die Korallen ersticken. Um Schäden am Riff zu vermeiden, sollten Boote nur an den dafür vorgesehenen Bojen ankern. Schutzgebiete müssen unbedingt respektiert werden. Am sichersten ist es, geführte Tauchgänge von seriösen Anbietern zu besuchen.

Aus dem Meer in den Koffer

Das Angebot an Meeres-Souvenirs ist groß: Souvenirgeschäfte haben Muscheln, Schnecken, getrocknete Seepferdchen, Schmuck aus Korallen oder ganze Korallenstöcke im Angebot. Vom Kauf solcher Mitbringsel rät Pro Wildlife ab, denn es handelt es sich dabei nicht selten um bedrohte oder geschützte Arten, die häufig extra für den Handel getötet werden. Kunsthandwerk aus Keramik, Glas oder Stein ist eine umweltverträgliche Alternative.

Und der Haifisch, der hat Zähne…

Haie kämpfen ums Überleben, weil sie in den überfischten Meeren keine Beutetiere mehr finden. Zusätzlich werden die Meeresräuber gejagt und ihre Zähne zu Schmuck und ihre Flossen zu Suppe verarbeitet. Um dieses sinnlose Töten nicht zu unterstützen, kaufen Sie bitte keine Ketten und anderen Schmuck mit Haifischzähnen. Und auch Haifischflossensuppe ist für Tierfreunde ein Tabu.

Meeressäugern auf der Spur

Wal- und Delfin-Beobachtungstouren gelten als sanfter Tourismus, der den Artenschutz unterstützt. Dies trifft jedoch nur zu, wenn vom Anbieter bestimmte Regeln eingehalten werden. Um die Tiere nicht unnötigem Stress auszusetzen, sollten pro Tag nur wenige Touren stattfinden. Der Mindestabstand zu den Tieren muss unbedingt eingehalten werden, sie dürfen nicht verfolgt oder gar in Buchten getrieben werden. Wer ganz sicher gehen will, nutzt Beobachtungspunkte an Land, von denen die Tiere ebenfalls gut zu sehen sind.

Unterhaltung auf Kosten der Tiere

Gerade in südeuropäischen Urlaubsländern sind Shows mit Delfinen, Walen und anderen Meeressäugern keine Seltenheit. Die Tiere werden meist in viel zu kleinen Betonbecken eingesperrt und unter Futterentzug „dressiert“. Unterstützen Sie diese Tierquälerei nicht und besuchen Sie keine Delfinarien oder ähnliche Einrichtungen!

(Deutscher Tierschutzbund)
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