Info für Katzenbesitzer

Wer die Lust aufs Reisen erfunden hat, hat an Katzen nicht gedacht. Sie lieben ihre angestammte Umgebung, Orte und Gegenstände, die ihnen vertraut sind.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Es gibt zwar Katzen, die wie selbstverständlich mit von der Partie sind. Sie gehören aber häufigst Campmobil- oder Zweitwohnungsbesitzern. Oder solchen, die jedes Jahr an den gleichen Ort in die gleiche Ferienwohnung fahren. Dorthin, wo die Katze ihre Geruchsmarken nur renovieren muss. Im Normalfall aber lässt man Mieze zu Hause. Da bieten sich eine Katzenpension oder Tierheime an. Unglücklich ist die Katze in der Pension sowieso, weshalb man nicht über 4 Wochen fortbleiben sollte. Am besten ist es, die Katze im eigenen Heim versorgen zu lassen: Wohl dem, der Freunde, Verwandte oder Nachbarn hat, die nach ihr sehen, sie streicheln und füttern.

Wem der Sitter abgesprungen ist, der kann seinen Züchter fragen, den Katzenschutzverein am Ort, das Tierheim, den Zoofachhandel oder Zettelaushänge beim Supermarkt, beim Tierarzt (sofern er in der Gegend ist) oder im Zoogeschäft anbringen.

Sitter vermitteln auch:

Deutscher Tierschutzbund, Urlaubsberatungstelefon Anfang Mai–Mitte September, mo–fr von 10–18 Uhr. Tel. 0228/6 04 96 27
Verein deutscher Katzenfreunde, Hamburg; nur telefonisch 040/45 48 42
Vereinigung Deutscher Haushüter-Agenturen, (Feldkamp 4, 48165 Münster; 24-Std.-Betreuung von Haus, von Pflanzen und Tieren; der Haushüter wohnt sozusagen in der Urlauber-Wohnung; pro Tag ca. 40 Euro; Tel. 02501/71 71). Als Haushüter werden nur überprüfte Personen eingesetzt.
Nachbarschaftshilfe Bayern: Professionelle Sitter kommen ins Haus: 089/29 99 00 u. 29 76 62

Österreich
Cat-Sitter-Club für Österreich, Tel. 0043/222/4 89 18 07, von 18-20 Uhr

Schweiz
Kantonaler Tierschutz-Verein für die gesamte Schweiz, Tel. 0041/1/261 97 14

Der Sitter muss Ihre Katze vorher kennenlernen

Hat sich einer gefunden, muss er eingeladen werden, möglichst nicht nur einmal. Er soll die Katze kennenlernen, Sie sollen ihn kennenlernen. Sie sollen auch wissen, wer er ist und wo er wohnt (besuchen Sie auch ihn einmal und sehen Sie sich seine Umgebung an), ob er mit Katzen umgehen kann oder ob es ihm nur aufs Geld ankommt. Machen Sie am besten einen Vertrag und zahlen Sie lieber mehr, wenn damit eine gute Pflege Ihres Tieres gewährleistet ist und wenn der Sitter zweimal am Tag nach der Katze schaut. Bei Sitting auf Gegenseitigkeit bringen Sie dem Sitter etwas Hübsches aus dem Urlaub mit. Verraten Sie dem Sitter alles, was Ihre Katze möchte.
Lassen Sie ihm Ihre Urlaubsanschrift und die Anschrift des Tierarztes der Katze da. Besprechen Sie die Fütterungszeiten und die Art des Futters mit ihm.
Bitten Sie ihn, höchste Sicherheit beim Betreten und Verlassen der Wohnung walten zu lassen und die Fenster nur mit Schutznetz zu öffnen.

Übrigens: Eine gute Lösung sind auch die reizenden älteren Damen oder Herren, die ein Zimmer für eine Katze frei haben, weil die Kinder aus dem Hause sind. Achten Sie hier auf Ausbruchsicherheit. Geben Sie der Katze ihr Körbchen, ihr Kistchen und ihr Spielzeug von zu Hause mit. Versichern Sie sich, dass der Sitter etwas von Katzen versteht. Überhaupt: Wenn die Katze in eine andere Umgebung kommt, sollte dort eine Rückzugsmöglichkeit (ein Zimmer) für sie reserviert sein, falls sie sich mit den Bewohnern, vielleicht sogar mit einer dort wohnenden Katze, nicht so gut arrangieren kann. Sitter, die selbst Katzenbesitzer sind, verlangen oft nur Gegenseitigkeit. Berufssitter nehmen zwischen 10 und 20 Euro je nach Häufigkeit der täglichen Besuche. Haushüter nehmen ab 35 Euro, bewohnen dafür aber Tag und Nacht das Anwesen und halten alles in Schwung.
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