Steckbrief Schmerlen | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief Schmerlen

Schmerlen werden aufgrund bestimmter anatomischer Merkmale auch Dorngrundeln genannt. Sie alle kommen nur im Süßwasser vor und bilden eine recht kleine Fischfamilie mit etwa 100 Arten. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verbreitung, Aussehen, Nahrungsgewohnheiten und Fortpflanzung. Außerdem verraten wir Ihnen, welche Fische zu dieser Familie gezählt werden.
 
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Verbreitung

Die höchste Verbreitungsdichte der Schmerlen findet sich zentral in Südostasien. Von hier aus wird die Zahl der Arten in alle Richtungen immer dünner. In Deutschland kommen insgesamt drei Arten vor. Das gesamte Verbreitungsgebiet umfasst zusammenhängend den gesamten eurasischen Kontinent. Von Skandinavien bis hinunter in den nahen Osten, sowie bis in den Balkan. Schmerlen kommen in Russland, China und Indien vor. Außerdem auf der Halbinsel Kamtschatka bis hinunter nach Japan und Indonesien. 

Aussehen und typische Merkmale

Das Aussehen der Schmerlenarten reicht von wurmförmig (Geflecktes Dornauge) über  klein und gedrungen (Zwergschmerle) bis zu hochrückigen und imposanten Arten (Prachtschmerle). Bei einigen sind die Augen mit einer durchsichtigen Haut bedeckt und auch die Anzahl der Barteln ist in den einzelnen Unterarten verschieden.

Diese auch als Dorngrundeln bezeichneten Fische tragen bis auf eine Ausnahme kleine auf- und feststellbare Dornen schräg hinter den Augen mit einer oder auch zwei Spitzen. Einige Arten können knackende Töne erzeugen, die zum Schrecken so manchen Pflegers gelegentlich an platzende Scheiben erinnern können. Ursprung könnte die Knochenkapsel sein, die zum Teil die Schwimmblase der Schmerlen umgibt. Ihre Haut ist komplett oder nur zum Teil von  winzigen Schuppen bedeckt.

Lebensweise und Nahrungsgewohnheiten

Die Tastorgane am Maul in Form von Barteln weisen auf eine Lebensweise nahe des Bodens bzw. in den unteren Wasserschichten hin. Hier kann die Nahrung von den Allesfressern direkt aufgenommen oder abgeweidet werden. Viele Arten sind mehr oder weniger verträglich und bilden zum Teil Reviere aus. Andere Arten dagegen sind friedliche, oft gesellige  und beliebte Aquarienbewohner für Gesellschaftsaquarien.

Fortpflanzung   

Über die Art der Vermehrung ist nur wenig bekannt. Bei vielen Arten birgt die gesamte Fortpflanzungsbiologie trotz häufiger Nachzuchtversuche noch viele Geheimnisse. Zuverlässige Angaben lassen sich dazu bisher noch nicht anbieten. (Annette Berkelmann)

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