Steckbrief: Gemeiner Antennenwels | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief: Gemeiner Antennenwels

Auch dieser Wels ist in der Lage, ohne Kiemen Luft außerhalb des Wassers zu atmen – normalerweise sporadisch. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu typischen Merkmalen, Nachwuchs, Lebensweise, Ernährung und Haltung des Gemeinen Antennenwels.
 
© Image courtesy of Simon Howden at FreeDigitalPhotos.net
Haben Sie einen Gemeinen Antennenwels? Dann schicken Sie uns doch ein Foto!

Typische Merkmale

  • Körperlänge: bis zu 30 cm
  • Lebenserwartung: weit über 10 Jahre
  • Verbreitung: nördliches und mittleres Lateinamerika/Panama, Brasilien
  • Lebensraum: in Bodennähe, direkt am Grund größerer Flüsse
  • Lebensweise: Einzelgänger, der nachts auf Beutezug geht
  • pH-Wert: 7 - 8

Systematik

  • Klasse: Fische (Pisces)
  • Ordnung: Welsartige (Siluriformes)
  • Familie: Antennenwelse (Pimelodidae)
  • Gattung: Pimelodus
  • Art: Gemeiner Antennenwels (Pimelodus blochii)                            

Aussehen und typische Merkmale

Trotz der zu erwartenden Endgröße machen die schlanken Räuber eine gute Figur. Ihr flacher Bauch sowie die seitlich abstehenden Flossen geben der fast weißen Körperunterseite eine beinahe schnurgerade Linie. So ist auf den ersten Blick der Bodenbewohner erkennbar. Der spitze Kopf ist dunkelbraungrau und leicht gemustert. Der Rest des Körpers ist unter anderem mit einem dunklen Seitenstreifen und kleinen streifenförmigen Mustern bedeckt. Der Name der Tiere ist Programm: Die Barteln sind lang, und zwei davon erreichen die gesamte Körperlänge.

Nachwuchs und Aufzucht

Über die Fortpflanzung der großen Welse ist kaum etwas bekannt. Erfolgreiche Nachzuchten gibt es daher nicht.

Lebensweise und Verhalten

Antennenwelse fischen wortwörtlich im Trüben: Das Wasser in ihrem Lebensraum ist oft milchkaffeeartig trüb. Außerdem sind sie weitgehend nachts aktiv und verbringen die Tage in Verstecken. Die großen Einzelgänger streichen dicht am Boden umher und ertasten ihre potenzielle Beute mithilfe ihrer vergleichsweise langen Barteln. Ihr gut entwickelter Geruchssinn verrät ihnen Nahrungsquellen über weite Entfernungen.

Kommunikation

Es ist davon auszugehen, dass der ausgeprägte Geruchssinn in Verbindung mit den Tastorganen auch dazu dient, die potenziellen Partner der einzelgängerischen Welse zu lokalisieren.

Ernährung

Als Allesfresser erschließen sich die Welse auch pflanzliche Nahrungsquellen, doch wird tierische Kost in Form von Würmern, Tubifex und Insektenlarven deutlich bevorzugt. Wer diese attraktiven Räuber pflegt, dem sollte eine unerschöpfliche Quelle mit Regenwürmern zur Verfügung stehen – der Leibspeise der schlanken Bodenbewohner.

Haltung

Der Gemeine Antennenwels mag geräumige Aquarien mit möglichst viel Grundfläche ganz für sich allein. Versteckmöglichkeiten für den Tag müssen bereitgestellt sein. Dämmrige Lichtverhältnisse lassen sich mit Pflanzen erzielen, die ebenfalls einen höheren pH-Wert schätzen und ihre Blätter weitgehend auf der Wasseroberfläche ausbreiten. Die robusten Amazonasschwertpflanzen (Echinodorus) sind eine gute Wahl.

Hätten Sie’s gewusst?

Auch dieser Wels ist in der Lage, ohne Kiemen Luft außerhalb des Wassers zu atmen – normalerweise sporadisch.                                                         

Lesenswerte Links

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren