Steckbrief: Messingbarbe | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief: Messingbarbe

Messingbarben sind ausgesprochen schwimmfreudig, und ihre Lebhaftigkeit macht viel Freude. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu typischen Merkmalen, Nachwuchs, Lebensweise, Ernährung und Haltung der Messingbarbe. 
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Messingbarben sind lebhaft und robust.

Typische Merkmale

  • Körperlänge: bis zu 10 cm
  • Lebenserwartung: bis zu 6 Jahre
  • Verbreitung: südöstliches China
  • Lebensraum: stille, verkrautete Tümpel, oft schlammig, mittlere Wasserschichten
  • Lebensweise: tagaktiver, friedlicher Schwarmfisch, sehr lebhaft
  • pH-Wert: 6,8 - 7,5

Systematik

  • Klasse: Fische (Pisces)
  • Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
  • Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
  • Gattung: Puntius
  • Art: Messingbarbe (Puntius semifasciolatus)

Aussehen und typische Merkmale

Messingbarben zeigen die typische Karpfenform mit wohlproportionierten Flossen. Die Schwanzflosse ist gegabelt. Die runden Schuppen auf dem vorwiegend gelblichen Körper sind gut erkennbar. Die mittelgroß werdende Barbe ist mit kleinen, schwarzen Flecken geschmückt, die sich in senkrechter Form auf der Oberseite spärlich verteilen.

Nachwuchs und Aufzucht

Die Geschlechter sind, wie für diese Familie üblich, gut zu unterscheiden. Das Männchen ist kräftiger gefärbt und schlanker. Nach wilden Paarungsspielen werden ca. 300 Eier portionsweise abgegeben, die sich verteilen. Die Jungen schlüpfen ohne Brutpflege nach ca. 30 Stunden. Es empfiehlt sich ein separates Aufzuchtaquarium (60 cm), da die Eltern den Jungfischen stark nachstellen. Die Aufzucht der Kleinen ist recht einfach. In gut strukturierten Aquarien erscheinen gelegentlich Jungfische.

Lebensweise und Verhalten

Messingbarben sind ausgesprochen schwimmfreudig, und ihre Lebhaftigkeit macht viel Freude. Sie leben in Schwärmen und sind friedlich – außer zu ihrem Nachwuchs. Sie sind tagsüber aktiv und ruhen ansonsten zwischen dichten Pflanzenbeständen. Hier sowie auch am Boden suchen sie eifrig nach Nahrung. Dies scheint eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen zu sein, denn sie verspeisen durchaus auch größere Mengen.

Ernährung

Ihre einfache Pflege beruht unter anderem auf der anspruchslosen Ernährung dieser Allesfresser. Dennoch sollte auf ausgewogenes und qualitativ hochwertiges Futter geachtet werden. Dies reicht von Flockenfutter, Wafers und Pellets mit tierischen sowie pflanzlichen Anteilen bis hin zu Lebend- und Frostfutter aller Art. Ein Diättag pro Woche sollte eingelegt werden, und regelmäßige Vitamingaben runden eine gesunde Ernährung ab.

Haltung

Die flinken Schwimmer sollten diese Eigenschaft auch ausleben können und in für sie geräumigen Aquarien untergebracht werden. Ein Aquarium mit 60 cm ist für ausgewachsene Barben wenig geeignet. 80 cm und mehr sind je nach Größe und Anzahl der Tiere besser (acht bis zehn). Der Boden sollte sandig sein und darf eine leichte Mulmschicht aufweisen. Die Einrichtung insgesamt setzt sich aus vielen Pflanzen sowie ausreichend freiem Schwimmraum zusammen. Messingbarben mögen es nicht ganz so warm, 18 bis 24 Grad sind ausreichend. Sie lassen sich gut mit Prachtbarben vergesellschaften.

Hätten Sie’s gewusst?

Messingbarben sind lebhaft und robust. Zusammen mit ihrer unkomplizierten Pflege sind sie daher als Einsteigerfische sehr empfehlenswert.

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