Steckbrief: Rotschwanzbärbling | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief: Rotschwanzbärbling

Rotschwanzbärblinge sind vergleichsweise wenig produktiv, was den Nachwuchs betrifft: Sie bringen höchstens 40 Eier hervor, während andere Arten viele hundert oder gar tausend Eier pro Saison ablegen können. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu typischen Merkmalen, Nachwuchs, Lebensweise, Ernährung und Haltung des Rotschwanzbärbling.
 
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Typische Merkmale

  • Körperlänge: knapp 5 cm
  • Lebenserwartung: mehrere Jahre
  • Verbreitung: Südostasien/Südöstliches Thailand, Westmalaysia
  • Lebensraum: kleine Flüsse im Regenwald
  • Lebensweise: lebhafter und friedlicher Schwarmfisch
  • pH-Wert: 6 - 7

Systematik

  • Klasse: Fische (Pisces)
  • Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
  • Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
  • Gattung: Rasbora
  • Art: Rotschwanzbärbling (Rasbora borapetensis)

Aussehen und typische Merkmale

Die Körperform ist länglich, mit einem spitzen Maul ohne Barteln. Die als „unterständig“ bezeichnete Maulstellung beschreibt einen etwas vorgeschobenen Unterkiefer. Das Maul wirkt nach oben gerichtet und ist so der Art der Ernährung angepasst. Die Rückenflossen sind farblos, während die Schwanzflosse einen roten Ansatz hat. Ein schwarzgelber Längsstrich zieht sich über den gesamten, sonst schlicht gefärbten Körper. Wie bei Bärblingen üblich, verläuft die Seitenlinie vom Kiemendeckel bogenförmig bis zur Mitte des Körpers hinab und endet am Bauch. Bei anderen Fischen verläuft die Seitenlinie gerade bis zum Schwanzstiel.

Nachwuchs und Aufzucht

Die Geschlechterunterscheidung ist anhand der Körperform möglich, die Weibchen sind deutlich fülliger. Die Paarung wird durch eine lebhafte und ausdauernde Werbung eingeleitet. Die Eltern sind arge Laichräuber, daher ist ein separates Aquarium mit niedrigem Wasserstand (etwa 15 cm) für die Zucht notwendig. Dämmrige Verhältnisse können mit einer Schwimmpflanzendecke erreicht werden, das Wasser ist sauber und leicht sauer bei mittlerer Härte.

Lebensweise und Verhalten

Die Stellung des Maules verrät die bevorzugten Wasserregionen der Rotschwanzbärblinge. Sie halten sich vorwiegend in mittleren und oberen Wasserschichten auf, wo sie in ihrem natürlichen Lebensraum Insektenlarven von der Oberfläche fangen. Die Fische der Familie Rasborinae  leben nicht wie andere Barbenarten im dichten Schwarm. Sie bilden lieber lockere Verbände, die sich räumlich weiter verteilen.

Ernährung

Rotschwanzbärblinge bevorzugen Lebendfutter wie Mückenlarven und Kleinkrebschen. Ihre Maulstellung erleichtert die Nahrungsaufnahme von der Wasseroberfläche bzw. von langsam herabsinkendem Futter. Flockenfutter ist daher ebenfalls bestens geeignet und kann durchaus auch pflanzliche Anteile haben.

Haltung

Die flinken Schwimmer sind recht wärmebedürftig, 22 bis 26° C bedeuten Wohlfühltemperaturen. Das Wasser sollte den Schwarzwasserflüssen ähneln, also leicht sauer sein und mittelhart (bis zu 10° dGh). Hier herrschen dämmrige und diffuse Lichtverhältnisse, die mit einem dunklen und am liebsten sandigen Bodengrund sowie einer Schwimmpflanzendecke nachgeahmt werden können. Wurzeln und Laub vervollständigen die Einrichtung. Die Größe des Aquariums ist bereits mit 60 cm Kantenlänge ausreichend, bei den schwimmfreudigen Bärblingen darf es aber auch gerne etwas mehr sein. Die kleinen Fische sind friedlich und können daher auch mit anderen kleinen und friedlichen (Schwarm-)Fischen mit ähnlichen Bedürfnisseen vergesellschaftet werden. Ihre Pflege ist unkompliziert, wenn die Wasserbedingungen dauerhaft konstant gehalten werden können.

Hätten Sie’s gewusst?

Rotschwanzbärblinge sind vergleichsweise wenig produktiv, was den Nachwuchs betrifft: Sie bringen höchstens 40 Eier hervor, während andere Arten viele hundert oder gar tausend Eier pro Saison ablegen können.

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