Steckbrief: Schmucksalmler | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief: Schmucksalmler

Aufgrund ihrer Farbenpracht und der leichten Pflege sind Schmucksalmer beliebte Aquarienfische, die besonders auch bei Einsteigern begehrt sind. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu typischen Merkmalen, Nachwuchs, Lebensweise, Ernährung und Haltung des  Schmucksalmler.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Schmucksalmler sind sehr anpassungsfähig und kommen mit vielen Bedingungen gut zurecht.

Typische Merkmale

  • Körperlänge: bis 4 cm
  • Lebenserwartung: bis zu 9 Jahre bei guter bzw. artgerechter Haltung
  • Verbreitung: Lateinamerika/Guyana
  • Lebensraum: mäßig fließende Flüsse und Bäche
  • Lebensweise: friedlicher, munterer Schwarmfisch
  • pH-Wert: 6,5 (hohe Toleranz)

Systematik

  • Klasse: Fische (Pisces)
  • Ordnung: Salmlerartige (Characiformes)
  • Familie: Echte Salmler (Characidae)
  • Gattung: Hyphessobrycon
  • Art: Schmucksalmler (Hyphessobrycon bentosi bentosi)

Aussehen und typische Merkmale

Aufgrund ihrer Farbenpracht und der leichten Pflege sind Schmucksalmer beliebte Aquarienfische, die besonders auch bei Einsteigern begehrt sind. Je nach Herkunft sind die prächtigen Salmler leicht durchscheinend oder kräftig rot gefärbt. An der Schulter befindet sich ein dunkler Fleck, der bei den Rosensalmlern (s.u.) sehr viel schwächer ausgeprägt ist und manchmal ganz fehlt. Die Körperform ist hochrückig mit einem sog. unterständigen Maul, dass die bevorzugte Wasserregionen der Fische in mittleren Bereichen verrät. Die Flossen sind bei beiden Geschlechtern recht groß und bunt gefärbt. Die Afterflosse reicht bei beiden wie eine Fahne bis zum Ansatz der Schwanzflosse.

Nachwuchs und Aufzucht

Die Geschlechter sind am besten anhand der Flossengröße zu unterscheiden. Die Rückenflosse der Männchen ist länger bzw. wirkt weiter ausgezogen. Wie viele andere Arten unserer Aquarienfische stammen Schmucksalmer vorwiegend aus Nachzuchten in Asien. Dort sind die Zuchtaquarien mit weichem Wasser gefüllt. Über feingliedrigen Pflanzen oder über Laichsubstrat werden die Eier abgegeben. Auch hier müssen die Elterntiere anschließend entfernt werden, da sie ihrer Brut mit großem Appetit sofort nachstellen würden. Die Jungfische schlüpfen nach 24 Stunden und können mit feinem, proteinreichen Staubfutter gefüttert werden.

Lebensweise und Verhalten

Die prächtigen Salmler sind friedliche Schwarmfische, die eher gemäßigt in mittleren Wasserregionen umherstreifen. Zum Ruhen oder um Verstecke aufzusuchen begeben sich die bunten Fische zwischen die Pflanzen im Uferbereich.

Ernährung

Die Ernährung ist wenig anspruchsvoll, Schmucksalmler sind nicht sonderlich wählerisch. Sie gelten als Allesfresser (omnivore), die jedoch tierischer Nahrung den Vorzug geben. Lebend- und Frostfutter werden genauso gern genommen wie Flocken- oder anderes handelsübliches Fertigfutter. Es ist also recht einfach, immer wieder neue Futterangebote auszuprobieren und so eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten.

Haltung

Schmucksalmler sind sehr anpassungsfähig und kommen mit vielen Bedingungen gut zurecht. Als Schwarmfische sind sie allerdings auf Artgenossen angewiesen, zehn Tiere sollten es schon sein. Ein Aquarium mit 60 cm Kantenlänge ist die minimale Größe, es darf gern geräumiger sein. Ein dunkler Bodengrund und etwas diffuse oder dämmrige Lichtverhältnisse bringen die gesamte Farbenpracht erst so richtig zur Geltung. Sind höhere  Pflanzen vorwiegend im hinteren oder in seitlichen Bereichen des Aquariums angeordnet, ist auch genug Schwimmraum für die schönen Flossenträger vorhanden. Schmucksalmler mögen es warm bei Temperaturen zwischen  24 und 28° C. Was pH-Wert und Wasserhärte angeht, sind die Fische recht tolerant, mögen jedoch am liebsten einen neutralen bis leicht sauren pH-Wert und eine mittlere Härte.

Hätten Sie’s gewusst?

Der ebenfalls sehr beliebte Rosensalmler (Hyphessobrycon bentosi rosaceus) ist eine sehr nah verwandte Art. Dunkle Farbanteile sind hier auf die Enden der Rückenflosse beschränkt.

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