Steckbrief Amanogarnele | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief Amanogarnele

Diese Art ist nicht wie andere Garnelen wegen ihrer Färbung so beliebt, sondern sie gilt als verlässlicher Algenvertilger. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Aussehen, Nachwuchs, Lebensweise, Ernährung und Haltung der Amanogarnele.
 
© pixabay.com/serenaste (CC0 Public Domain)
Das sind keine Amanogarnelen. Haben Sie welche? Dann schicken Sie uns doch ein Foto!

Typische Merkmale

  • Körperlänge: 3 - 4 cm
  • Lebenserwartung: 6 Jahre
  • Verbreitung: Asien/Afrika (Japan, Taiwan, Indonesien, Madagaskar)
  • Lebensraum: mäßig fließende, unbelastete Gewässer mit viel Vegetation
  • Lebensweise: friedlich, gesellig
  • pH-Wert: 6 - 8

Systematik

  • Klasse: Höhere Krebse (Malacostraca)
  • Ordnung: Zehnfußkrebse (Dekapoda)
  • Familie: Süßwassergarnelen Atyidae
  • Gattung: Caridina
  • Art: Amanogarnele (Caridina multidentata)

Aussehen und typische Merkmale

Auf dem durchscheinenden, glasigen Körper verteilen sich dunkle Punkte. Ein dunkler, klar abgesetzter Streifen verläuft  schmal über den gesamten Rückenbereich. Allerdings tragen viele Garnelenarten den sog. Rückenstrich.

Nachwuchs und Aufzucht

Die Männchen bleiben etwas kleiner als ihre weiblichen Artgenossen, die außerdem fülliger wirken. Paarungen können ständig stattfinden, jedoch scheint es eine Pause im Februar zu geben. Nach einer erfolgreichen Befruchtung wandern die ca. 2.000 Eier in die Bauchtasche der Weibchen. Nach etwa sechs Wochen schlüpfen winzige Larven, die sich nach zahlreichen Häutungen nur im Meerwasser zu Junggarnelen entwickeln können. Ab einer Größe von 5 bis 6 mm können sie zurück ins Süßwasser überführt werden und sich in die Gruppe integrieren.

Lebensweise und Verhalten

Amano- (oder Algen-)Garnelen leben gesellig mit Individuen unterschiedlichen Alters friedlich zusammen. Im Rahmen der Futteraufnahme kann es zu harmlosen Rangelein kommen. Abhanden gekommene Gliedmaßen werden während einer Häutung wieder vollständig regeneriert.

Ernährung

Garnelen weiden unermüdlich den Untergrund ab. Das können Pflanzen, der Boden oder Wurzeln, Dekoration und die Filteranlage sein. Dabei sind die Tiere wenig wählerisch, als Allesfresser nehmen sie Detritus, Fischfutter aller Art, Algen, Obst und Gemüse, Mückenlarven und anderes Frostfutter sowie natürlich spezielles Garnelenfutter. Dies hat einen hohen Cellulose- und Algenanteil.

Haltung

Algengarnelen sollten keinesfalls einzeln gehalten werden. Als Faustregel gilt: 20 Liter für fünf Tiere. Sie bevorzugen unbelastetes, mittelhartes Wasser bei einer Temperatur zwischen 23 und 27° C. Sie reagieren sehr empfindlich  wie alle Krebstiere  auf Schwermetalle und ganz besonders auf Kupfer, auch auf kleinste Mengen. Reichlich bepflanzte Aquarien, gern mit feingliedrigen Pflanzen und Moosen sowie einem sandigen Bodengrund, machen ein Garnelenaquarium aus. Wurzeln und/oder kleine Tonröhren bieten zahlreiche Verstecke. Die Pflege ist unkompliziert, eine Vergesellschaftung mit kleinen und ruhigen Fischen ist gut möglich. Zu hektische oder große Fische lassen die Garnelen allerdings scheu werden.

Hätten Sie's gewusst?

Diese Art ist nicht wie andere Garnelen wegen ihrer Färbung so beliebt, sondern sie gilt als verlässlicher Algenvertilger. 

Foto:  pixabay.com © serenaste (CC0 Public Domain)
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