Der Lebensraum Wasser für Molche | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Der Lebensraum Wasser für Molche

Molche bevorzugen vergleichsweise kühles und unbelastetes Wasser mit nur wenig Strömung - eine Umgebung, die den Ansprüchen mancher Zierfische ähnelt und daher mit den gleichen Hilfsmitteln erhalten werden kann.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Molche mögen Gewässer ohne oder mit nur wenig Strömung.

Leitungswasser ist zumeist geeignet

Molche schätzen einen neutralen pH-Wert um 7 sowie mittlere Härtegrade. Das Leitungswasser ist hierzulande daher meist gut brauchbar, ohne dass es umfangreich aufbereitet werden muss. Ein handelübliches Mittel für Zierfische verbessert es entsprechend vom Trinkwasser zum Aquarienwasser. Gut wachsende Pflanzen und eine mäßige Fütterung der Tiere erhalten dauerhaft das gewünschte Milieu. Unerlässlich und immer noch das beste Mittel, um angereicherte Schadstoffe im Wasser loszuwerden, sind regelmäßige Wasserwechsel.

Technische Hilfsmittel im Molchaquarium

Eine Filteranlage sorgt zwar für den Schadstoffabbau im Wasser, allerdings erzeugt eine derartige Anlage auch die dafür erforderliche Wasserbewegung. Auch der Regelheizer, der die Temperatur auf ca 20 bis 22° C hält, kann nur effektiv arbeiten, wenn das Wasser ständig an ihm vorbeiläuft. Molche mögen jedoch Gewässer ohne oder mit nur wenig Strömung. Was also tun?

Ein Mittelweg bieten sog. biologische Langsamfilter, wobei das Wasser das Filtermedium durchströmt und oben wieder austritt. Die eigentliche Arbeit erledigen die im Filtermedium siedelnden Bakterien. Der sog. Mattenfilter ist eine bewährte Selbstbauvariante, die sich in jedes Aquarium über Eck oder grade installieren lässt. Er basiert auf einer (Kreisel-)Pumpe hinter einer Filtermatte. Außerdem bietet der Handel zahlreiche Modelle in verschiedenen Varianten an, u.a. jene, deren Strömungsauslass drosselbar bzw. variabel ist. Auf diese Weise kann das Wasser u.a. mithilfe des Filters gereinigt werden, dennoch erzeugt dies nur wenig Strömung – gerade so viel, wie für diesen Vorgang notwendig ist. (Annette Berkelmann)
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