Pflanzen für Molche | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Pflanzen für Molche

Molche fressen zwar keine Pflanzen, dennoch ist dichte Vegetation häufig Bestandteil ihres natürlichen Lebensraums. Auch im Aquarium bieten sie Deckung und stabilisieren die Qualität des Wassers.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Die meisten der im Handel verfügbaren Aquarienpflanzen kommen bei den bevorzugten Temperaturen der Molche sehr gut zurecht.

Wasserpflanzen in Molchaquarien

Molche sind im Wasser tagaktiv und streifen umher. Sie können recht gut schwimmen, klettern jedoch auch gern zwischen dichten Pflanzenbeständen herum. An der Wasseroberfläche wird in regelmäßigen Abständen Luft geholt, um anschließend wieder abzutauchen. Molche verweilen gelegentlich ganz gern und stützen sich dabei auf großen Blättern ab oder finden im Gewirr von Pflanzen wie Wasserpest mehr oder weniger festen Halt.

Pflanzen in der Winterruhe der Molche?

Die meisten der im Handel verfügbaren Aquarienpflanzen kommen bei den bevorzugten Temperaturen der Molche (um 20° C) sehr gut zurecht. Die wenigsten vertragen jedoch eine zwei- bis dreimonatige Winterruhe – die Molchen vor der Fortpflanzung gegönnt sei. In diesem Fall sollten die Molche besser in separaten Aquarien ihre Winterpause einlegen.

Viele Molche dagegen verbringen das ganze Jahr über in ihrem angestammten Aquarium oder Aquaterrarium, wo – wenn überhaupt – nur sehr kurzzeitige Temperaturabsenkungen vorgenommen werden. Robusten Aquarienpflanzen macht das gewöhnlich nicht viel aus, einige schätzen dies sogar.

Welche Wasserpflanzen sind geeignet?

Alle hochgewachsenen Pflanzen mit zarten Stängeln und kleinen Blättern scheiden aufgrund der Aktivitäten der Molche aus. Sie können schnell Schaden nehmen und wirken unansehnlich oder gehen sogar ein. Des Weiteren sind natürlich sehr wärmebedürftige Pflanzen nicht geeignet.

Zahlreiche Arten aus der Familie der Wasserkelche (Cryptocorynen) oder der größer werdenden Schwertpflanzen (Echinodorus) sind für Molchaquarien eine gute Wahl. Letztere bieten mit ihrer Rosettenform freien Schwimmraum einerseits und andererseits Liegefläche und/oder Halt durch die großen Blätter an der Oberfläche. Auch dichte Bestände aus Wasserpest sind geeignet und beliebt. Ist der Wasserspiegel etwas abgesenkt, bieten sich außerdem Pflanzen an, die darüber hinauswachsen. Viele Zimmerpflanzenarten machen dabei eine gute Figur. Ihre Wurzeln im Wasser entziehen diesem Schadstoffe, sie begrünen und beschatten den Bereich oberhalb der Wasserlinie und sorgen hier für ein angenehmes Klima. Selbst einige Wasserpflanzen eignen sich für diese Lebensweise (u.a. Echinodorus argentinensis). (Annette Berkelmann)
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