Vergesellschaftung von Molchen | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Vergesellschaftung von Molchen

Molche mit anderen Tieren zusammen zu pflegen ist aufgrund ihrer räuberischen Lebensweise nicht ganz einfach.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Molche sollten unter sich bleiben.
Wer dennoch Molche nicht nur im Artaquarium halten möchte, hat die Wahl zwischen nur wenigen geeigneten Mitbewohnern. Grundsätzlich sollten Molche ausschließlich mit Artgenossen vergesellschaftet werden, bei denen der Größenunterschied nicht mehr als 25% beträgt bzw. lediglich mit Futtertieren. Am besten ist es jedoch, Molche "artweise" zu halten, das heißt eine Art pro Aquarium/Terrarium.

Molche und Fische

Die Flossenträger stehen grundsätzlich zwar nicht auf dem Speiseplan der Molche, doch können auch kleine Fischarten ihrerseits den Molchen Schäden zufügen. Viele Fische haben offenbar großen Appetit auf die Haut der Molche, sodass diese immer wieder von Fischen angeknabbert und so mehr oder weniger belästigt werden. Welse sollten nicht gemeinsam mit Molchen gehalten werden. Welse können den Axolotl schwere Verletzungen zufügen und auch der Axolotl kann den Wels angreifen. Es besteht die Gefahr, beide Tiere zu verlieren. Zudem sind sie Futterkonkurrenten und bevorzugen unterschiedliche Wassertemperaturen. Molche haben lieber etwas kühlere Temperaturen (ca. 18° C), während Corydoras Temperaturen von 24-28° C favorisieren. 

Molche und Wirbellose

Eine gemeinsame Pflege von Krebstieren und Molchen ist nicht möglich. Sind Garnelen, Krabben oder Krebse kleiner, werden sie von den Molchen gefressen oder mindestens attackiert. Denn zusammen mit Insekten und deren Larven bilden diese Tiere die Nahrungsgrundlage von Schwanzlurchen aller Art. Umgekehrt sind größere Krebstiere den Molchen nicht abgeneigt, zumindest ist die gegenseitige Verletzungsgefahr zu groß. Wirbellose, die ohne Komplikationen mit Molchen vergesellschaftet werden können, sind einige Muschelarten und größere Schnecken, wobei jedoch auch hier auf mögliche Unterschiede in der bevorzugten Temperatur geachtet werden muss. (Annette Berkelmann)
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