Aufzucht von Schnecken | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Aufzucht von Schnecken

Unabhängig davon, ob ihre Eltern Männchen und Weibchen, beides oder nur auch nur eins davon waren: Schneckenkinder kommen zurecht – und das von Anfang an.
 
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Nicht alle Schneckenarten, die für die Aquaristik erhältlich sind, vermehren sich „wie von selbst“.

Von Anfang an gut geschützt

Junge Schnecken entwickeln sich in Eiern, wobei sich ihr jeweiliges Haus von Anfang an mitentwickelt. Die erste Windung des Hauses ist die sog. Embryonalwindung. Schlüpfen die Kleinen schließlich, sind sie sofort selbstständig und verstehen es, sich selbst zu ernähren. Der Lebenseinstieg der jungen Apfelschnecken ist dem von Meeresschildkröten recht ähnlich: Das Muttertier verlässt ihr angestammtes Element – das Wasser – und platziert ihre durch eine Kalkschicht geschützten Eipakete außerhalb des Wassers. Zu gegebener Zeit durchbrechen die Jungen die Schale und streben dem Wasser zu. Apfelschneckenkinder haben es jedoch etwas leichter als Schildkrötenkinder: Die Schneckenjungen lassen sich einfach fallen und landen im Wasser.

Jungschnecken im Aquarium

Nicht alle Schneckenarten, die für die Aquaristik erhältlich sind, vermehren sich „wie von selbst“. Doch sind erst einmal Junge da, benötigen sie keine separate Betreuung. Oft ist sogar das Gegenteil der Fall – wohin mit dem zahlreichen Nachwuchs? Sollen z.B. die Apfelschnecken zahlenmäßig überschaubar bleiben, lassen sich die außerhalb des Wassers angebrachten Eipakete leicht entfernen. Sie sind nur unmittelbar nach der Ablage feucht und instabil. Nach wenigen Stunden ist auch die Kalkschicht getrocknet. Mit dem Fingernagel oder einer Rasierklinge lassen sie sich leicht ablösen. Ablaichwillige Apfelschneckenmütter nehmen einiges auf sich und platzieren ihre Eipakete durchaus auch kopfüber innerhalb der Aquarienabdeckung. Allerdings vertrocknen sie hier sehr leicht, wenn morgens das Licht wieder eingeschaltet wird. Wer züchten möchte, kann sich diese Eigenschaft der Gelege ebenfalls zunutze machen, sie lassen sich leicht in Aufzuchtaquarien überführen, wobei sich die Jungen bei ausreichend Luftfeuchtigkeit bis zum Schlupf entwickeln können. (Annette Berkelmann)
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