Steckbrief Raub-Turmdeckelschnecke | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief Raub-Turmdeckelschnecke

Unter den als harmlos bekannten Schnecken gibt es nicht nur vereinzelt räuberische Arten, ganze Familien betreiben auf diese Weise ihren Nahrungserwerb.
 
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Der Begriff „Turmdeckelschnecke" wird jedoch für viele weitere Schneckenfamilien und -arten verwendet, die nicht alle räuberisch leben.

Verbreitung

Die Mitglieder dieser großen Familie sind in erster Linie marine Lebewesen, kommen jedoch auch gut in Brackwasser und härteren Süßgewässern zurecht. Sie sind in nahezu allen klimatischen Zonen heimisch. In tropischen Meeren sind die Schnecken ebenso anzutreffen wie in arktischen Gewässern. Einige Arten kommen sogar in der Tiefsee vor.

Aussehen und typische Merkmale

Diese Schnecken leben in härteren Gewässern, z.B. im Meer. Hier haben sie reichlich Calcium und andere Mineralien zur Verfügung und können ein kräftiges Schneckenhaus ausbilden. Es ist rechtsgewunden und läuft mehr oder weniger spitz zu. Es ist mit Erhebungen und Rillen geschmückt, die je nach Art unterschiedlich ausfallen können. Die Musterung des Hauses ist meist gestreift, wobei die Farbe je nach Art und Ernährungszustand der Tiere variieren kann.

Lebensweise und Nahrungsgewohnheiten

Schnecken gelten gemeinhin als Pflanzenfresser. Der Name Raubschnecke lässt es bereits erahnen: Diese Familie lebt räuberisch. Und da die wenigsten Schnecken die schnelleren Fische erbeuten können, haben sich diese Tiere auf Beute spezialisiert, die in ähnlichem Tempo wie sie selbst unterwegs ist: andere Schnecken. Bietet sich die Gelegenheit zu einer Mahlzeit durch Aas, wird diese auch genutzt. So stellen auch diese Schnecken in ihrem Lebensraum zusammen mit anderen Aasfressern eine Art Gesundheitspolizei dar. Räuberische Schnecken allgemein sind ausgesprochen einfallsreich, um an ihr Ziel zu kommen: Kegelschnecken simulieren einen zappelnden Wurm als Köder, andere Familienmitglieder bohren sogar Muscheln an.

Fortpflanzung

Mitglieder der Familie Buccinidae sind getrenntgeschlechtlich. Das bedeutet, sie sind keine Zwitter sondern entweder Männchen oder Weibchen. Zur Fortpflanzung ist also eine Paarung notwendig. Die Eier sind einzeln in eine gallertartige Nährlösung eingebettet und werden nach erfolgreicher Befruchtung an Pflanzen, Steinen oder Korallen angeheftet. (Annette Berkelmann)

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