Ernährung von Groß- und Wassergeflügel | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Ernährung von Groß- und Wassergeflügel

Groß- und Wassergeflügel richtig zu ernähren ist gar nicht so schwer, wenn man weiß, worauf man achten muss. Hier die wichtigsten Tipps von Dr. Horst Schmidt.
 
Ernährung von Groß- und Wassergeflügel © pixabay.com/Unsplash (CC0 Public Domain)
Was fressen eigentlich Gänse, Enten und Co?

Gänse

Im Vergleich zu anderen Geflügelarten haben Gänse ein relativ großes Futteraufnahemvermögen und eine günstige Verdauungsleistung. Getreide und Getreideprodukte sind hauptsachliche Energieträger. Daneben spielt das Grünfutter eine bedeutende Rolle. Zusätze in Form von Futterrüben, Möhren, Zuckerrüben, gedämpften Kartoffeln, Magermilch, Futterhefe und Sojaschrotextrakt wirken sich günstig auf Wachstum, Federbildung, Befruchtung und all gemeine Vitalität aus. Außerhalb der Zuchtzeit ist ein Getreideschrotgemisch von 30 Prozent Mais, 20 Prozent Gerste, 10 Prozent Weizen, 10 Prozent Hafer, 25 Prozent Soja und 5 Prozent Biertreber das richtige Erhaltungsfutter. Zur Zuchtzeit ist ein Mischfutter mit einem Gehaltwert von 132 g Rohprotein, 7,6 g Lysin, 4,6 g Methionin/Zystin, 3 g Mineralstoffgemisch und 3 g Vitaminpräparate pro Gans als Zufütterung neben dem Weidegras zu reichen.

Enten

Prinzipiell erhalten Enten die gleichen Futterstoffe wie Gänse. Neben dem Trockenfutter, das rohfaserreich sein sollte, spielt bei Enten das Wasser eine bedeutende Rolle. Bestes Entenfutter sind Wasserinseln, die man aus natürlichen Gewässern einholen kann. Erwachsene Enten können täglich bis 200 g Grünfutter verdauen. Weichfutter wird aus gedämpften Kartoffeln, mit Getreideschrot vermischt, hergestellt und nicht mehr als bis zu 150 g an Zuchtenten verabreicht, da sie sonst verfetten. Im Winter sind Rübenblätter, Kohl und Mais recht wertvoll, weniger gut dagegen ist Silagefutter. Stets müssen die Futterstoffe ausreichend Nähr-, Wirk - und Mineralstoffe enthalten, was bei den meisten fertigen Futtermischungen der Fall ist. Zum Knochenwachstum und zur Dotterbildung der Bruteier ist Phosphor in einem richtigen Verhältnis zu Kalzium äußerst wichtig. Ebenso begünstigen Spurenelemente und die Vitamine A, B2 und B1 die Schlupffähigkeit und Embryonalentwicklung.

Puten

Zur ständigen Wasseraufnahme sind Tränken anzubringen, zur Fütterung geeignete Tröge mit Fressflächen von 15 cm je Tier. Die Futterstoffe müssen ausgewogen sein in den Funktionen für den Tierkörper: Energieträger, Einweißstoffe (Proteine), Mineralstoffe und Spurenelemente, Wirkstoffe (Vitamine, Medikamente und Ergotropika) . Vollwirksame Mischungen gibt es in Form von Pellets, die sowohl zur Aufzucht in der Lege- und Brutperiode, als auch zur Mast eingesetzt werden. Außerdem ist die Fütterung mit Grünpflanzen sehr wichtig.

Perlhühner

Zur Fütterung eignet sich am besten nährstoffreiches Pelletfutter, wie bei der Putenernährung angegeben. Zusätzlich benötigen Perlhühner viel Grünpflanzen, zerkleinerte Möhren, zur Brutzeit Keimfutter und tierisches Protein, das sie sich zum größten Teil im Freilauf selbst suchen. Der Rohproteingehalt im Pressfutter soll 22 ,5 Prozent betragen. (Dr. Horst Schmidt)

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