Steckbrief: Goldfasane | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief: Goldfasane

Erfahren Sie hier alles über Artmerkmale, Vorkommen und Besonderheiten von Goldfasanen.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Ein Goldfasan.

Merkmale

  • Gewicht: 700 - 800 g Hahn, 590 - 700 g Henne
  • Ringgröße: 11 (Hahn und Henne)
  • Rassengruppe: Hühnerartige
  • Systematik: Kragenfasane , Chrysolophus, GRAY 1758 ,
  • Wissenschaftlicher Artname: Chrysolophus pictus, LINNE 1758.
  • Eigewicht: 27 g.
  • Brutdauer: 22 bis 23 Tage.

Artmerkmale

Mit 1.016 mm Gesamt- und 780 mm Schwanzlänge zeigt der Hahn in der Artengruppe der Fasane eine mittlere Größe. Die Henne hat ein Körpermaß von 510 mm und eine Schwanzlänge von 350 mm. Auffallend ist das überaus bunte Gefieder des Hahnes. Gelbe, verlängerte Haubenfedern, goldgelbes, mit breiten schwarzen Endsäumen versehenes Kragengefieder bilden die Kopfzierde. Dazu kommen die dunkelgrün schillernden breiten Federn des Vorderrückens und das tief kadmiumgelbe Gefieder an Rücken-, Bürzel- und Oberschwanzdecken. Die seitlichen Bürzelfedern tragen dunkelrote Spitzen. Die bis zu 250 mm verlängerten Oberschwanzdeckfedern werden an den Spitzen schmaler und sind intensiv dunkelrot. Schwarzbraun und rotbraun gefleckt sind die Oberflügeldecken, die Schulterfedern sind rot.

Rotbrauner Außensaum sitzt auf den Armschwingen, die Handschwingen sind außen rostgelb gefärbt. Die Schwanzfedern sind braun und tragen an den äußeren Spitzen eine meistens schwarze Querwellenzeichnung. In der Mitte sind die beiden dachförmigen Schwanzfedern mit runden, braunen, schwarz umrandeten Flecken bedeckt. Die dünne Gesichtshaut um die Augen ist gelb. Hellbraun schließen sich dann Zügel und fahl-hellbraune Kopfseiten an. Rötlich-rostbraun sind Kinn und Kehle. Die Unterseite des Hahnes ist dunkelrot mit rötlichbrauner Bauchmitte.

Hellgelbe Iriden, helle Füße und horngelber Schnabel gehören zu den übrigen Kopfmerkmalen. Die Henne ist im Gesamtbild braun und zeigt eine gelbbraune Bänderung an Kopf und Hals. Auf dem Bürzel und den Oberschwanzdecken sitzt eine feine schwärzliche Kritzel- und Punktzeichnung. Die Außenfahnen der Flügel tragen bräunlichgelbe Querflecken, die Innenfahnen dagegen rotbraune Querbinden. Das Schwanzgefieder ist in der Mitte braun und mit unregelmäßigen gelben und braunen Querbinden gezeichnet. Matte, schwärzliche Fleckung sitzt auf den übrigen rotbraunen Schwanzfedern. Das Gesicht ist stärker befiedert als beim Hahn und gelbbräunlich um die Augen. Die Iris der Henne ist nicht wie beim Hahn hell, sondern braun. Füße und Schnabel sind horngelb. Erst im Herbst des zweiten Jahres werden die Prachtkleider durch Umfärbung angelegt.

Vorkommen im Freileben

Heimatgebiete des Goldfasans sind China: Honan, Hupeh, Kweichow und Nordostjünnan südwärts bis Nord-Kwangsi, westwärts bis zur Tsingling-Bergkette Süd-Shensis bis nach Südost-Sezetschuan, Südost-Kansu und das daran angrenzende Südost-Tsinghai. Typische Lebensräume sind subtropische Dschungelbiotope bis 2.500 Metern Höhe. Im Wildleben sind
Goldfasane monogam. In den Monaten April/Mai balzen die Hähne mit lauten Rufen und schlangenartigem Zischen. Die Henne erbrütet alleine die fünf bis zwölf Eier.

Besonderheiten

Goldfasane sind wohl die farbenprächtigsten Laufvögel, wobei besonders das Gefieder des Hahnes eine Pracht entfaltet, die auch der Sage vom "Phönix aus der Asche " zugrunde liegt.
Ihre Haltung und Pflege ist relativ einfach. Nicht immer sind ihre ausgeprägten Rufe nachbarschaftsfreundlich. Sowohl in zoologischen Gärten als auch bei privaten Ziergeflügel-Liebhabern ist der Goldfasan die am häufigsten vorkommende Ziergeflügel-Art. Folgende Mutationen sind für Ziergeflügel-Ausstellungen anerkannt: Gelb, Dunkel, Braun, Salmon. (Dr. Horst Schmidt)
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