Steckbrief: Graugänse / Wildgänse | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief: Graugänse / Wildgänse

Erfahren Sie hier alles über Artmerkmale, Lebensweise, Ernährung und Kommunikation von Graugänsen / Wildgänsen.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Eine Familie von Graugänsen / Wildgänsen.

Merkmale

  • Körperlänge: 75 - 90 cm
  • Gewicht: 2 - 4 kg
  • Lebenserwartung: 17 Jahre
  • Verbreitung: Nord- und Osteuropa
  • Lebensraum: Seen und Flüsse mit angrenzenden Wiesen, Küstengebiete
  • Artbestand: Nicht gefährdet

Systematik

  • Klasse: Vögel
  • Ordnung: Gänsevögel´
  • Familie: Entenvögel
  • Gattung: Feldgänse
  • Art: Graugans

Aussehen

Das Gefieder der Graugans ist heller, als das anderer grauen Gänse. Die Vorderflügel sind hell. Auf dem Bauch befinden sich kleine oder größere schwarze Flecken. Der Hals der Graugans wirkt dick. Ihr Schnabel ist rötlich und groß. Die Füße sind auch rötlich und haben Schwimmhäute, damit die Graugans besser schwimmen kann.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Graugans paart sich im Herbst des zweiten Kalenderjahres. Die Brut beginnt, je nach Standort der Graugans Mitte März bis Ende April. Das Weibchen brütet gut versteckt im dichten Schilf, auf Inseln in Süßgewässern oder an Ufern von Seen. Graugänse brüten im Kolonienverband. Zwischen den einzelnen Nestern sind aber Lücken vorhanden. Die Nestmulden sind gepolstert von Daunen, die gut wärmen. Das Gelege besteht aus vier bis sechs Eiern, die eine ovale Form und eine weiß bis gelbliche Schale haben. Nach 27 bis 29 Tagen schlüpfen die Jungen. Sie sind an der Oberseite olivbraun, die Färbung geht später ins graubraun über. Die Bauchseite der Küken ist dunkelweiß. Kopf, Hals und die seitlichen Körperseiten sind gelblich. Der Bauch der Küken hat noch keine schwarzen Flecken. Ihr Schnabel und ihr Füße sind grau, das sich später rötlich färbt. Die Aufzucht der Küken dauert 50 bis 60 Tage. Sie bleiben dann bis zur nächsten Brut oder länger bei den Eltern.

Lebensweise und Verhalten

Die Graugans kann man in ganz Europa sehen. In Deutschland zählt sie zu den Standvögeln, das heißt, dass sie im Winter nicht Richtung Süden zieht. Graugänse, die in Island oder Osteuropa brüten sind Zugvögel. Der Lebensraum der Graugans befindet sich an Flüssen oder Seen mit dichtem Schilf, wo sie gut versteckt brüten kann. Sie ist aber auch in Parks zu sehen. Abgesehen von der Paarungs- und Brutzeit leben Graugänse in großen Schwärmen.

Kommunikation

Der bekannteste Laut der Graugans ist das ga-ga-ga, jedoch verfügt sie über mehr als ein Dutzend verschiedener Lautäußerungen. Einige Graugänse rufen immer in einer sehr hohen Kopfstimme, während andere eher knarrende Laute von sich geben. Sie haben auch laut trompetende Rufe. Gelegentlich kommt es zu einem duettartigen Rufen zwischen zwei Graugänsen, wobei die Gänse abwechselnd rufen.

Ernährung

Graugänse ernähren sich vegetarisch. Auf ihrem Speiseplan stehen Gräser, Kräuter, Blätter und Körner. Die Nahrung reißt die Graugans mit dem Schnabelnagel oder mit der seitlichen Hornleiste ab. Die Flächen, auf denen die Gänse Nahrung suchen, müssen niedrig bewachsen sein. Nur so erfüllen sie Sicherheitsbedürfnis der Graugänse.

Hätten Sie’s gewusst?

Die Graugans oder auch Wildgans genannt ist eine Art der Gattung Feldgänse in der Familie der Entenvögel. Graugänse gehören zu den häufigsten Wasservögeln und bilden die zweitgrößte Gänseart in Europa. Sie sind die wilden Vorfahren der Hausgänse.
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