Steckbrief: Federfüßige Zwerghühner | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief: Federfüßige Zwerghühner

Erfahren Sie hier alles über Rassemerkmale, Farbenschläge und Besonderheiten von Federfüßigen Zwerghühnern.
 
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Merkmale

  • Gewicht: 750 g Hahn , 650 g Henne
  • Ringgröße: 16 Hahn, 15 Henne
  • Schalenfarbe der Eier: Hellbraun
  • Bruteier- Mindestgewicht: 35 g
  • Rassengruppe: Eigentliche Zwerghühner
  • Verbreitung: häufig von Liebhabern gehalten
  • Leistungsmerkmale: mittelmäßige Legeleistung (120 Eier pro Jahr)

Gesamterscheinung

Namensgebend für diese Rasse ist die starke Fußbefiederung. Mit dem abgerundeten kurzen Körper, den gesenkt getragenen Flügeln und der relativ hohen Schwanzhaltung machen "Federfüße", wie sie in Züchterkreisen kurz genannt werden, einen kecken Eindruck und vertreten damit die Riege der sogenannten "Urzwerge".

Rassemerkmale

Die Oberlinie, gebildet durch Hals, Rücken und Schwanz, bildet eine Lyraform. Die runden Konturen des Gesamtbildes entstehen überdies durch die vorgewölbte, hoch getragene Brust und den vollen, breiten Bauch. Rassetypisch sind die nach unten gedrückten Flügel. Mit den verlängerten Schenkelfedern, "Stulpen" genannt, bilden die Flügel eine Parallellinie. Auch in der Draufsicht darf der Körper nicht schmal erscheinen, sondern soll breite Schultern und eine volle, breite und gut gerundete Sattelpartie aufweisen. Breit im Ansatz ist bei Hahn und Henne die Hinterpartie. Die säbelförmigen Hauptsicheln überragen beim Hahn die Steuerfedern. Die Fußbefiederung ("Latschen") entsteht durch die dicht befiederten Beine und Zehen, sodass eine geschlossene Federummantelung entsteht. Federfüssige Zwerghühner gibt es mit und ohne "Bart", d. h. bei letzterer Variante befindet sich im Kehlbereich ein verlängertes Federfeld, das aus Kinn- und Backenbart besteht. Ein einfacher Kamm, kleine, runde Kehllappen und rote Ohrlappen (bei Bärtigen verdeckt) bilden keine Besonderheiten.

Rassegeschichte

Hühner mit Federfüßen wurden schon um 50 n. Chr. beschrieben. Die Vorformen der heutigen Vertreter dieser Rassen sind aber erst im 18. Jahrhundert entstanden. Sie werden in der Fachliteratur in Deutschland um 1763, in Russland um 1870 erwähnt. Früher wurden sie "Mille fleurs" (tausend Blumen) genannt. Der Farbschlag "Blau-Porzellanfarbig" existiert seit etwa 1925, die Zitron-Porzellanfarbigen seit 1984 und die Silber-Porzellanfarbigen seit 1996. Gesperberte wurden um 1975 wiedererzüchtet.

Farbenschläge

Gold-Porzellanfarbig, Isabell-Porzellanfarbig, Zitron-Porzellanfarbig, Silber-Porzellanfarbig, Gelb mit weißen Tupfen, Rot mit weißen Tupfen, Schwarz mit weißen Tupfen, Perlgrau mit weißen Tupfen, Weiß, Schwarz, Perlgrau, Gelb, Rot, Gestreift, Goldhalsig, Blau-Goldhalsig,  Silberhalsig, Rotgesattelt, Weiß-Schwarzcolumbia, Gelb-Schwarzcolumbia, Birkenfarbig.

Besonderheiten

Das Aussehen und Verhalten dieser Rasse wirkt "gemütlich". Aufgrund ihrer ausgeprägten Fußbefiederung benötigen die Tiere feinen Sand als Bodengrund im Stall und kurz geschnittenen Rasen im Freiauslauf. Vor Nässe sind "Federfüße " zu schützen. Das "Fußwerk", wie die Beine und Füße in Züchterkreisen auch genannt werden, bedeutet keine Behinderung beim Laufen und Scharren. Allerdings haben die Tiere diesbezüglich weniger Bewegungsdrang als glattfüßige Rassen. Die reichhaltige Farbpalette bietet gute Auswahlmöglichkeiten. (Dr. Horst Schmidt)

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