Steckbrief: Zwerg-Wyandotten | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief: Zwerg-Wyandotten

Erfahren Sie hier alles über Rassemerkmale, Farbenschläge und Besonderheiten von Zwerg-Wyandotten.
 
© BDRG (Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter)
So sehen Zwerg-Wyandotten aus.

Merkmale

  • Gewicht: 1300 g Hahn, 1100 g Henne
  • Ringgröße: 15 Hahn, 13 Henne
  • Schalenfarbe der Eier: Hellbraun bis Cremefarbig
  • Bruteier- Mindestgewicht: 40 g
  • Rassengruppe: Verzwergte Rassen im Asiatischen Typ
  • Verbreitung: am häufigsten unter allen Zwerghuhnrassen
  • Leistungsmerkmale: gute Legeleistung (160 Eier pro Jahr), guter Fleischansatz bei ausgereiftem Körper

Gesamterscheinung

In Abweichung von der schlanken Figur der Stammform (Bankiva-Huhn) zeigen Zwerg-Wyandotten einen abgerundeten Rumpf mit fließenden Linien und waagerechter Haltung. Im Habitus zwar gestreckt, sind sie aber nirgends eckig und kantig. Die Beinsteilung soll breit sein, die Kopflinie mit den Rundungen und dem kurzen Schnabel passend zur gerundeten Silhouette.

Rassemerkmale

Die ausgeprägte Breite des Körpers soll sich über den Rücken erstrecken und in die breite und volle Schwanzpartie übergehen. Dort geht von der hohl-runden Rückenlinie der Anstieg vom Sattel aus ohne Unterbrechung bis in Augenhöhe hinauf. Bei beiden Geschlechtern ist diese Hinterpartie zwischen den Stützfedern mit Flaum gut gefüllt und beim Hahn durch gebogene, weiche Deck- und Sichelfedern eingedeckt. Die Henne darf keinen kugelförmigen, sondern muss einen hufeisenförmigen Schwanzabschluss zeigen. Zur Unterlinie gehören die breite, volle und gut gewölbte Brust und der Bauch, der, im Seitenprofil betrachtet, die Vorderlinie fortsetzt. Die mittellangen Schenkel müssen gut sichtbar sein, die Läufe in der Farbe intensiv gelb. Breit und gut gerundet ist die Kopflinie, wozu ein kleiner, fein geperlter Rosenkamm gehört, dessen Ende in einem nicht zu langen "Dorn" der Nackenlinie folgt. Runde Kehllappen und kleine, rote Ohrlappen vervollständigen die Kopfpunkte.

Rassegeschichte

Der Rassename stammt von einem nordamerikanischen Indianerstamm und zeigt die Herkunft an. In England und Deutschland gab es vor dem Zweiten Weltkrieg schon bedeutende Zuchten des schwarzen Farbschlages. Zwischen 1910 und 1921 wurden dann die Gestreiften, Dunklen, Hellen, Gold-Schwarzgesäumten, Silber-Schwarzgesäumten und Gelben erzüchtet. Weiße sollen schon 1912 in England vertreten gewesen sein. 1957 wurde der deutsche Sonderverein gegründet. Gelb- Columbia sind 1964, Bunte 1973, Kennfarbige und Gelb-Weißgesperberte 1980 herausgebracht worden. Weiß-Blaucolumbia gab es schon in Dänemark und Holland, bevor sie 1992 in Deutschland standardisiert wurden. Relativ neue Farbenschläge sind Gelb-Blaucolumbia und Lachs.

Farbenschläge

Weiß, Schwarz, Blau, Gelb, Rot, Gestreift, Schwarz-Weißgescheckt, Rebhuhnfarbig-Gebändert, Goldhalsig, Silberhalsig, Orangehalsig, Braun--Gebändert, Silberfarbig--Gebändert, Orangefarbig--Gebändert, Silber-Schwarzgesäumt, Gelb-Schwarzgesäumt, Gold-Schwarzgesäumt, Gold-Blaugesäumt, Gold-Weißgesäumt, Weiß-Schwarzcolumbia, Gelb-Schwarzcolumbia, Weiß-Blaucolumbia, Gelb-Blaucolumbia, Birkenfarbig, Lachsfarbig, Kennfarbig, Gelb-Weißgesperbert, Braun-Porzellanfarbig.

Besonderheiten

Zwerg-Wyandotten erfreuen sich unter den Rassehühnerzüchtern und bei vielen Zwerghuhnliebhabern größter Beliebtheit. Ihre feinen Figuren, ihr ruhiges Wesen, ihre relativ guten Leistungseigenschaften, die ungemein reichhaltige Palette der Farben und Zeichnungen und nicht zuletzt ihre durch den hohen isolierenden Flaumanteil des Gefieders weitgehende Unempfindlichkeit gegen raue Witterung sorgen für die starke Verbreitung. Auf Rassegeflügelschauen sind meistens große Kollektionen in vielen Farbenschlägen zu bewundern. (Dr. Horst Schmidt)

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