Steckbrief: Kingtaube | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief: Kingtaube

Erfahren Sie hier alles über Rassemerkmale, Farbenschläge und Besonderheiten von Kingtauben.
 
© BDRG (Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter)
So sehen Kingtauben aus.

Merkmale

  • Ringgröße: 9
  • Rassengruppe: Huhntauben
  • Verbreitung: neben den Deutschen Modenesern die am häufigsten gezüchtete Huhntaube
  • Internationaler Rassename: King.
  • Flugeigenschaften: relativ wenig Flugbedürfnis. Wegen der Körperschwere und des relativ knappen Gefieders fliegt die Kingtaube nur kurze Entfernungen in niedriger Höhe.

Gesamterscheinung

Mit dem kurzen, breiten Körper ist die Kingtaube eine der schwersten unter den Rassetauben. Junge Tiere wiegen schon 800 bis 965 Gramm, mehrjährige zwischen 850 und 1.050 Gramm. Im Verhältnis zum muskulösen (nicht weich-schwammigen) Rumpf fällt das kurze Schwanz- und Schwingengefieder auf. Auch die Halspartie und der breite Stand unterstützen das Bild einer
kraftstrotzenden Rassetaube.

Rassemerkmale

Vom kurzen, kräftigen, aufrecht getragenen Hals geht die breite Brust mit guter Rundung und hervorgedrückt getragen in die halbrunde, durchgehende Unterlinie über. Dort müssen
die Schenkel über den mittellangen, breitstehenden Läufen sichtbar sein. Die Oberlinie wird durch den sehr breiten Rücken, der nach hinten etwas schmaler wird, gebildet. Die Flügel sind kurz, liegen seitlich fest an und hinten auf dem Schwanz auf, ohne an den Spitzen zu kreuzen. Die geschwungene Körperlinie fortsetzend ist das Schwanzgefieder kurz, wird leicht über der Waagerechten gehalten und darf nicht zu breit sein. Der gut gerundete Kopf geht flüssig in die nicht absetzende Nackenlinie über. Zwischen Augen und Schnabelwarzen darf er nicht schmal erscheinen.

Rassegeschichte

Zunächst zu Nutzzwecken wurde die Kingrasse um 1900 in den USA aus Römern, Maltesern, Brieftauben und der Duchess-Taube erzüchtet. Nach Gründung des American King Club 1915 nahm die Rasse beachtlichen Aufschwung und wurde zum Ausstellungstyp verfeinert. Veröffentlichungen zu dieser Rasse gab es in Deutschland um 1925. Importe aus den USA kamen aber erst 1955. Der deutsche King Club wurde 1950 gegründet. Zunächst gab es nur weiße Tauben dieser Rasse. Die Braunfahlen wurden 1921 in den USA anerkannt, 1932 die Gelben, Roten, Dunfarbigen und Blauen; Schwarze und andere Farbenschläge entstanden später.

Farbenschläge

Weiß, Braun, Braunfahl, Braunfahl-Gehämmert, Blau mit schwarzen und ohne Binden, Blau-Gehämmert, Blau-Dunkelgehämmert, Blauschimmel, Blaufahl mit dunklen Binden, Blaufahl-Gehämmert, Schwarz, Dun, Rezessiv Rot und Gelb, Dominant Rot, Rotfahl, Rotfahl-Gehämmert, Dominant Gelb, Gelbfahl, Gelbfahl-Gehämmert, Andalusierfarbig, Indigo
mit Binden und Indigo-Gehämmert, Indigo-Dunkelgehämmert, Vielfarbig, Kite, Golddun, Agate in Rot und Gelb, De Roy; Tiger in Blau mit schwarzen Binden, Schwarz, Rot, Gelb; Schecken in Blau mit schwarzen Binden, Schwarz, Rot, Gelb.

Besonderheiten

Kingtauben haben ein ruhiges Naturell und werden recht zahm. Aufgrund ihres geringen Flugbedürfnisses ist sie eine ideale Volierentaube, die sich auf einer gut gepflegten Rasenfläche
wohlfühlt. Trotz ihrer Größe und Schwere wirken die Tiere "gemütlich". Ihre Bewegungen sind etwas behäbig. Das Brut- und Aufzuchtverhalten bereitet keine Schwierigkeiten. (Dr. Horst Schmidt)

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