Steckbrief Lamas | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief Lamas

Lamas können, wie alle Kamele, sehr zielgenau spucken, wenn sie sich geärgert fühlen. Hätten Sie das gewusst? Erfahren Sie alles über Herkunft, Aussehen und Nutzung hier.
 
© H. Sambraus
In den Ursprungsländern werden Lamas vor allem zum Tragen von Lasten in unzugänglichen Gebieten genutzt.

Steckbrief

  • Herkunft: Südamerika
  • Größe: 110 - 130 cm
  • Gewicht: 110 - 200 kg
  • Farbe: Einfarbig weiß, rot, braun, schwarz oder gescheckt, gefleckt, gepunktet
  • Nutzung: Lasttier, Wolle, Fleisch

Herkunft

Lamas stammen vom Guanako ab, einem höckerlosen Kleinkamel der südamerikanischen Bergregionen. Bereits im Jahr 3.000 v. Chr. belegen archäologische Funde die Nutzung von Lamas als Lasttiere, und in Grabstätten fand man Lamaknochen, die wahrscheinlich von Opfertieren herrühren.

Aussehen

Das Lama ist im Vergleich zum Alpaka, der anderen domestizierten Lama-Art, größer und vor allem deutlich schwerer. Hengste können ein Gewicht von 200 Kilogramm erreichen. Wie alle Kamele haben sie im Verhältnis zum Körper relativ lange und schlanke Beine und einen langen, schlanken Hals. Der Kopf erscheint eher klein und von dreieckiger Form. Die Ohren sind geschwungen, die Ohrspitzen zeigen nach innen. Die gespaltene Oberlippe ist sehr beweglich und kann das Futter besonders schonend abgrasen. Lamas haben ein wolliges, nicht zu dichtes Vlies, die Bauchunterseite und der Kopf sind weitgehend wollfrei. An Farben kommen von weißen über rotbraunen, braunen, schwarzen bis hin zu gescheckten, gefleckten und gepunkteten Tieren alle Varianten vor.

Nutzung

In den Ursprungsländern werden Lamas vor allem zum Tragen von Lasten in unzugänglichen Gebieten genutzt. Aber auch ihr Fleisch, das sehr cholesterinarm ist, wird verspeist. Die relativ grobe Wolle eignet sich vor allem zur Herstellung von Decken. Sogar der Dung wird als Brennmaterial verwendet. Hierzulande gewinnt die Lamazucht und -haltung immer mehr an Bedeutung. Die Tiere werden teilweise als Wolllieferanten, aber auch für Trekkingtouren oder in der Landschaftspflege eingesetzt. Da die Neuwelt-Kameliden als Schwielensohler sehr trittsicher sind und wenig Schäden am Boden und an der Grasnarbe verursachen, andererseits extrem anpassungsfähig an Witterungsverhältnisse sind und mit kargem Futter zurechtkommen, eignen sie sich besonders zur Pflege magerer Weiden in Hochlagen.

Zuchtverein

Verein der Freunde, Halter und Züchter von Neuweltkameliden e.V. 

Hätten Sie´s gewusst?

Lamas können, wie alle Kamele, sehr zielgenau spucken, wenn sie sich geärgert fühlen. Allerdings gilt das Spucken meist anderen Lamas, um die Rangfolge zu klären oder aufdringliche Fremdlinge abzuwehren. Die Spucke ist mit grünlichem Magensaft vermischt, der zwar übel riecht, ansonsten aber harmlos ist. 

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