Steckbrief: Gelbvieh (Frankenvieh)

Erfahren Sie hier alles über Herkunft, Aussehen und Nutzung vom Gelbvieh (Frankenvieh).
 
© H. Sambraus
So sieht ein Gelbvieh (Frankenvieh) aus.

Steckbrief

  • Herkunft: Unterfranken
  • Größe: 150 - 158 cm (Stier) bzw. 138 - 142 cm (Kuh)
  • Gewicht: 1.150 - 1.300 kg (Stier) bzw. 700 - 800 kg (Kuh)
  • Farbe: einfarbig gelbbraun
  • Nutzung: Fleisch (vorrangig) und Milch

Herkunft

Anfang des 19. Jahrhunderts begann in Franken die Zucht einer Rinderrasse mit den zunächst drei Nutzungsrichtungen Fleisch, Milch und Arbeit. Erst 1872 entschloss man sich zu einem einheitlichen Zuchtziel hinsichtlich Einfarbigkeit und Leistung, es entstand das Gelbe Frankenvieh. Durch Einkreuzung verschiedener roter Rinderrassen entwickelte sich das Gelbvieh zu seiner heutigen Form als fleischbetontes Zweinutzungsrind. Das Fleisch ist feinfaserig und zart, die Milch ist recht fett- und eiweißhaltig bei einer durchschnittlichen Milchmenge von ca. 5.000 Kilogramm pro Jahr.

Aussehen

Das Gelbe Frankenvieh ist ein großrahmiges, gut bemuskeltes Rind mit starkem Knochenbau. Die Tiere sind einfarbig gelb bis rotgelb ohne Abzeichen, mit meist hellem Flotzmaul und hellen Hörnern.

Nutzung

Gelbvieh ist recht frohwüchsig und stellt nur geringe Ansprüche an Futter und Haltung. Es zeichnet sich durch einen gutartigen Charakter aus. Bedingt durch die Frühreife und gute Fruchtbarkeit der Kühe und den meist problemlosen Geburtsverlauf wird es gerne in der Mutterkuhhaltung eingesetzt.

Zuchtverein

Rinderzuchtverband Würzburg e.V.

Hätten Sie´s gewusst?

Da in den vergangenen Jahren viele Gelbvieh-Bestände zugunsten des leistungsstärkeren Fleckviehs verschwanden bzw. mit diesem gekreuzt wurden, zählt das Frankenvieh heute zu den gefährdeten Haustierrassen. 
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