Steckbrief: Lakenvelder

Erfahren Sie hier alles über Herkunft, Aussehen und Nutzung der Lakenvelder.
 
© H. Sambraus
So sehen Lakenvelder aus.

Steckbrief

  • Herkunft: Niederlande
  • Größe: 135-140 cm (Stier) bzw. 125-135 cm (Kuh)
  • Gewicht: 900-1000 kg (Stier) bzw. 550-650 kg (Kuh)
  • Farbe: Schwarz oder rotbraun mit breitem weißen Gürtel
  • Nutzung: Fleisch und Milch

Herkunft

Seinen Ursprung hat das Lakenvelder Rind wahrscheinlich in der Schweiz und Österreich, von wo aus niederländische Adlige das so genannte „Gurtenvieh“ in ihre Heimat brachten. Durch die dortige, sehr elitäre Zucht, die um 1750 ihre Blütezeit erlebte, entstand das Lakenvelder Rind mit seiner ausgesprochen typischen Zeichnung.

Aussehen

Der Großteil der Lakenvelder Rinder ist an Kopf, Hals, Vorder- und Hinterhand schwarz gefärbt mit einem breiten weißen Band (Gürtel) über der Mittelhand. Bei etwa einem Viertel der Tiere ist die Grundfarbe rotbraun mit dem charakteristischen weißen Gurt. Die Tiere sind mittelrahmig gebaut und meist behornt. Durch Einkreuzung eines Belted-Galloway-Stieres in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die dominant vererbte Hornlosigkeit dieser Rasse in die Lakenvelder Population eingebracht, hat sich aber nicht durchgesetzt.

Nutzung

Lakenvelder werden gleichermaßen für die Fleisch- und Milchproduktion eingesetzt. Die durchschnittliche Jahresmilchleistung einer Lakenvelder Kuh liegt mit 5.000 Kilogramm im Mittelmaß. Da jedoch andere Rinderrassen produktiver sind, zählt auch das Lakenvelder Rind inzwischen zu den gefährdeten Nutztierrassen.

Zuchtverein

Vereniging Lakenverlder Runderen (NL)

Hätten Sie´s gewusst?

Rinder mit dieser charakteristischen Schwarz-Weiß-Zeichnung kommen bereits auf Gemälden niederländischer Meiste raus dem 17. Jahrhundert vor.
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