Steckbrief: Pinzgauer | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief: Pinzgauer

 Erfahren Sie hier alles über Herkunft, Aussehen und Nutzung der Pinzgauer.
 
© H. Sambraus
So sehen Pinzgauer aus.

Steckbrief

  • Herkunft: Region Pinzgau im Salzburger Land
  • Größe: 145-148 cm (Stier) bzw. 135-140 cm (Kuh)
  • Gewicht: 1000-1200 kg (Stier) bzw. 600-750 kg (Kuh)
  • Farbe: kastanienbraun mit weißer Zeichnung
  • Nutzung: Milch und Fleisch

Herkunft

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden im Pinzgau, einer Region um die Stadt Zell am See im Salzburger Land, verschiedene Rinderrassen mit alten österreichischen Landrassen verkreuzt. Zunächst als typisches Dreinutzungsrind mit einer Betonung auf die Arbeitsleistung als Zugtier gezüchtet, wurde das Pinzgauer Rind im Laufe der Industrialisierung nach dem 2. Weltkrieg zum Zweinutzungsrind mit gleicher Betonung auf Milch- und Fleischleistung umfunktioniert.

Aussehen

Das kräftig gebaute Pinzgauer Rind zeigt als Grundfarbe ein sattes Kastanienbraun mit einem breiten weißen Streifen, der sich vom Widerrist über Rücken, Hinterseite der Oberschenkel, Bauch bis hin zur Unterbrust erstreckt. Über Vorder- und Hinterbeine laufen ebenfalls weiße Binden, die so genannten „Fatschen“. Selten gibt es auch schwarz-weiße Tiere. Kopf, Flotzmaul und Klauen sind immer dunkel. Die Pinzgauer sind behornt.

Nutzung

Pinzgauer sind weltweit verbreitet, da sie sehr widerstandsfähig sind und sowohl in tropischen Regionen als auch in extrem kalten und sogar hochalpinen Gegenden zurechtkommen. Ihre hervorragende Futterverwertung lässt auch bei kargerer Weide eine gute Mastleistung zu. Die durchschnittliche Milchleistung liegt bei etwa 5.000 Kilogramm, durch Einkreuzung von Red Holstein in den letzten Jahren wird sie erhöht. Gerne werden die friedfertigen Pinzgauer als Fleischrinder in Mutterkuhherden gehalten. Das qualitativ hochwertige Fleisch ist hell und gut marmoriert.

Zuchtverein

Interessengemeinschaft Deutsche Pinzgauerzüchter und -halter e.V.

Hätten Sie´s gewusst?

Ein genetisch hornloser Schlag des Pinzgauer Rindes, der vermutlich aus einem einzigen weißen Kalb hervorgegangen ist, wird unter dem Namen „Jochberger Hummeln“ geführt.
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