Steckbrief: Pustertaler Schecken

Erfahren Sie hier alles über Herkunft, Aussehen und Nutzung der Pustertaler Schecken.
 
© H. Sambraus
So sehen Pustertaler Schecken aus.

Steckbrief

  • Herkunft: Pustertal in Südtirol
  • Größe: 135-145 cm (Stier) bzw. 125-135 cm (Kuh)
  • Gewicht: 900-1000 kg (Stier) bzw. 600-700 kg (Kuh)
  • Farbe: Weiß mit brauner oder schwarzer Scheckung
  • Nutzung: Fleisch (vorrangig) und Milch

Herkunft

Im 19. Jahrhundert waren die Pustertaler Schecken, die aus einer alten Landrasse unter Einkreuzung von Eringer-Rindern hervorgegangen sind, über das gesamte Pustertal in Südtirol verbreitet. Die damals schwerste Rinderrasse der östlichen Alpen wurde vor allem auch als Arbeitstier eingesetzt. Als 1927 durch einen Erlass des landwirtschaftlichen Inspektorates der Region die rotbunten Pustertaler Bullen von der Körung ausgeschlossen wurden, begann der Niedergang dieser Rasse. Heute werden in einigen Betrieben im Ursprungsgebiet noch reinrassige Tiere gehalten, und auch in Deutschland bemüht man sich mittlerweile um die Zucht.

Aussehen

Die Grundfarbe der Pustertaler ist weiß mit schwarzen, kastanien- oder hellbraunen Platten an den Rumpfseiten, die sich am Übergang zum weißen Fell oft in Farbtupfen auflösen (die so genannten „Sprinzen“). Um die Augen und das Flotzmaul herum sind die behornten Rinder immer dunkel gefärbt.

Nutzung

Die Milchleistung der Pustertaler Kühe ist mit 3.000 Kilogramm eher gering, allerdings wird diese Menge auch unter harten Bedingungen und mit kargem Grundfutter erzielt. Aufgrund ihrer Langlebigkeit und der leichten Kalbungen werden Pustertaler gerne als Mutterkühe gehalten. Die Kälber sind besonders vital und erzielen eine gute Fleischqualität.

Zuchtverein

Gefördert durch die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH)

Hätten Sie´s gewusst?

Die Pustertaler Schecken waren 1999 in Österreich „Rasse des Jahres“.
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