Steckbrief: Rotes Höhenvieh

Erfahren Sie hier alles über Herkunft, Aussehen und Nutzung vom Roten Höhenvieh.
 
© H. Sambraus
So sieht ein Rotes Höhenvieh aus.

Steckbrief

  • Herkunft: Deutsche Mittelgebirge
  • Größe: 135-145 cm (Stier) bzw. 130-140 cm (Kuh)
  • Gewicht: 750-950 kg (Stier) bzw. 550-700 kg (Kuh)
  • Farbe: Einfarbig rotbraun
  • Nutzung: Milch und Fleisch

Herkunft

Bereits die Kelten brachten rotfarbene Rinder mit nach Europa. In den verschiedenen Mittelgebirgsregionen entstanden viele unterschiedliche Landschläge wie zum Beispiel Westfälisches Rotvieh, Vogelsberger und Harzer Rotvieh, die ursprünglich als Dreinutzungsrinder mit einer hohen Arbeitsleistung gezüchtet und den kargen Bedingungen der Ursprungsgebiete angepasst wurden. Mit der Technisierung der Landwirtschaft in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts begann der Niedergang dieser alten Rassen, bis zu Beginn der 80er Jahre Bemühungen zum Rassenerhalt getroffen wurden.

Aussehen

Die einfarbig rotbraunen Rinder sind kräftig gebaut und gut bemuskelt. Auch das Euter ist dunkel gefärbt. Die Hörner sind hell mit dunkler Spitze.

Nutzung

Heute wird das Rote Höhenvieh als typisches Zweinutzungsrind gezüchtet. Die widerstandsfähigen Tiere sind an die Weidehaltung angepasst und finden zunehmend in der Landschaftspflege Verwendung. Kühe erbringen allein aus dem Grundfutter eine Milchleistung von 4.000 Kilogramm und sind durch ihre Langlebigkeit und hohe Fruchtbarkeit gut für die Mutterkuhhaltung geeignet. Die vitalen Kälber sind gut mastfähig, das Fleisch zeigt eine hohe Qualität.

Zuchtverein

Verein zur Erhaltung und Förderung des Roten Höhenviehs e.V.

Hätten Sie's gewusst?

Als zu Beginn der 80er Jahre Bemühungen zum Rasseerhalt des Roten Höhenviehs getroffen wurden, fand man nur noch wenige halbwegs reinrassige Kühe. Erst der Fund von einigen Portionen Restsperma eines einzigen reinrassigen Bullen in Hessen half dabei, das Rote Höhenvieh in seinem Bestand zu festigen.
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