Steckbrief: Zwergzebu | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief: Zwergzebu

Erfahren Sie hier alles über Herkunft, Aussehen und Nutzung von Zwergzebus.
 
© H. Sambraus
So sieht ein Zwergzebu aus.

Steckbrief

  • Herkunft: Sri Lanka
  • Größe: 100-120 cm (Stier) bzw. 90-115 cm (Kuh)
  • Gewicht: 350-500 kg (Stier) bzw. 200-350 kg (Kuh)
  • Farbe: Einfarbig schwarz, grau, braun, weiß, gescheckt, gestromt
  • Nutzung: Landschaftspflege, Fleisch

Herkunft

Die Zebus oder auch Buckelrinder stammen wie die europäischen Hausrindrassen auch vom Auerochsen ab. Bereits 3.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung gab es Rinder mit Zebu-Merkmalen, wie Knochenfunde beweisen. Ihre Verbreitung reichte vom asiatischen Hochland bis nach Westafrika. Die heute in vielen Teilen der Welt gehaltenen Zwergzebus gehen auf Tiere aus Sri Lanka zurück.

Aussehen

Zwergzebus sind sehr kleine, zierliche Rinder mit einem mehr oder weniger stark ausgeprägten Buckel im Widerristbereich. Dieser Buckel besteht aus Muskelfleisch. Zwergzebus kommen in vielen Farbschlägen von einfarbig schwarz, grau, rotbraun bis weiß vor, aber auch Schecken oder gestromte Tiere sind häufig. Der Kopf ist lang und schmal mit waagerecht stehenden Ohren und nach oben gerichteten Hörnern. Am Hals findet sich eine stark ausgeprägte Wamme.

Nutzung

Zwergzebus sind extrem anspruchslos und kommen auch mit kargem Futter gut zurecht. Auf der Weide fressen sie zum Beispiel auch Buschwerk und Disteln, das andere Rinder stehen lassen. Durch ihr geringes Gewicht sind sie hangsicher und kletterfreudig, was sie besonders für die Beweidung und Pflege steiler, verbuschter Flächen einsetzbar macht. Zwergzebus tolerieren auch hohe Temperaturen und sind gegen Sonneneinstrahlung besser geschützt als andere europäische Rinderrassen. Sie sind für die ganzjährige Freilandhaltung geeignet, benötigen aber in der kalten Jahreszeit einen trockenen, zugluftgeschützten Unterstand. Durch die relativ hohe Resistenz gegen übliche Rinderkrankheiten, ihre guten Muttereigenschaften und die problemlosen Kalbungen werden Zwergzebu-Herden in Mutterkuhhaltung für die Landschaftspflege eingesetzt. Die Zebus sind sehr standorttreu und zeigen ein ausgesprochen intensives Herdenverhalten. Das Fleisch ist feinfaserig, dunkel und sehr fettarm.

Zuchtverein

Verband Deutscher Zwergzebuzüchter und -halter

Hätten Sie's gewusst?

Das Wort „Zebu“ geht auf das tibetanische Wort „ceba“ zurück und bedeutet „Buckel“.
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