Steckbrief: Bergschaf (Braunes und Weißes)

Erfahren Sie hier alles über Herkunft, Aussehen und Nutzung des Bergschafes.
 
© H. Sambraus
So sieht ein Weißes Bergschaf aus.

Steckbrief

  • Herkunft: Alpenregionen
  • Größe: 
    • 70 - 75 cm (Bock) bzw. 65 - 70 cm (Mutter) Braunes Bergschaf
    • 80 - 85 cm (Bock) bzw. 70 - 75 cm (Mutter) Weißes Bergschaf
  • Gewicht: 
    • 80 - 110 kg (Bock) bzw. 65 - 75 kg (Mutter) Braunes Bergschaf
    • 90 - 110 kg (Bock) bzw. 70 - 75 kg (Mutter) Weißes Bergschaf
  • Farbe: braun bzw. reinweiß
  • Nutzung: Wolle, Fleisch

Herkunft

Die Bergschafe entstanden in den Alpenregionen aus dem Steinschaf und dem italienischen Bergamaskerschaf. Die vielen verschiedenen Schläge wurden in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts zu einer Rasse zusammengefasst und im Standard vereinheitlicht. Die braunen Tiere, die beim Weißen Bergschaf immer wieder vorkamen, wurden als eigene Rasse aufgebaut und schließlich 1977 als solche anerkannt.

Aussehen

Die mittelgroßen bis großen Tiere haben ein dichtes, schlichtwolliges Vlies von reinweißer bzw. cognac- bis sattbrauner Farbe. Der hornlose Kopf ist stark ramsnasig mit langen, fleischigen Hängeohren.

Nutzung

Diese sehr robusten Schafrassen sind speziell angepasst an die rauen Haltungsbedingungen des Hochgebirges. Im Sommer werden sie in den Ursprungsgegenden meist auf den Almen gehütet. Ihre harten Klauen machen sie auch in steileren Lagen trittsicher und relativ resistent gegen Moderhinke. Die dichte Wolle hält Niederschläge ab. Bergschafe werden zweimal pro Jahr geschoren, der Wollertrag liegt bei etwa fünf bis sieben Kilogramm. Sie sind ganzjährig paarungsbereit und erreichen ein hohes Ablammergebnis von etwa 230 Prozent, sodass fast immer zwei oder mehr Lämmer geboren werden.

Zuchtverein

Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände e.V.

Hätten Sie´s gewusst?

Der Wittelsbacher Herzog Ludwig Wilhelm begann 1934 die gezielte Zucht des Braunen Bergschafes und ordnete an, dass seine Jäger fortan nur noch die einheimische braune Wolle für ihre Dienstkleidung verarbeiten durften.
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