Steckbrief: Shropshire

Erfahren Sie hier alles über Herkunft, Aussehen und Nutzung der Schafrasse Shropshire.
 
© H. Sambraus
So sieht ein Shropshire-Schaf aus.

Steckbrief

  • Herkunft: England
  • Größe: 80 cm (Bock) bzw. 75 cm (Mutter)
  • Gewicht: 120 kg (Bock) bzw. 85 kg (Mutter)
  • Farbe: weiß-braun
  • Nutzung: Fleisch, Wolle, Landschaftspflege

Herkunft

In den englischen Grafschaften Shropshire und Staffordshire wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts bodenständige Landschafrassen durch gezielte Einkreuzung verbessert. Bereits 1859 wurden diese neuen Schafe auf der jährlichen Landwirtschaftsausstellung der Royal Agricultural Society gezeigt und sind seither als Rasse „Shropshire“ anerkannt. Schnell begann auch der Export, unter anderem in die USA, wo Shropshire bereits um die Jahrhundertwende die zahlenmäßig führende Schafrasse darstellte. Während im 20. Jahrhundert die Rasse aufgrund geänderter Nutzungsansprüche stark zurückging und sogar als gefährdet eingestuft werden musste, erlebt sie seit den 90er-Jahren vor allem in der Landschaftspflege wieder einen Aufschwung.

Aussehen

Die mittelgroßen, hornlosen Shropshire-Schafe sind an den behaarten Körperteilen dunkelbraun. Die Wolle ist dagegen reinweiß und bedeckt das Gesicht an den Backen und bis zur Nase. Der Körperbau ist kräftig mit langem Rumpf, breitem Rücken und kräftigen Keulen auf kurzen, stämmigen Beinen.

Nutzung

Die frühreifen Shropshires können bereits mit acht bis zehn Monaten belegt werden, das Ablammergebnis liegt bei 160 Prozent. Die Lämmer sind schnellwüchsig und können bereits mit etwa 100 Tagen die Schlachtreife bei einem Schlachtgewicht von etwa 20 Kilogramm erreichen. Der jährliche Wollertrag erwachsener Tiere liegt zwischen zweieinhalb und vier Kilogramm. Die robusten und anpassungsfähigen Schafe werden heute zunehmend in der Landschaftspflege in Nadelbaumkulturen und Obstplantagen eingesetzt.

Zuchtverein

Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände e.V.

Hätten Sie´s gewusst?

Shropshire ist die einzige Schafrasse, die verlässlich weder Nadelbaumtriebe noch Obstbaumrinde verbeißt. Diese verblüffende Erkenntnis hat in den 90er-Jahren des vorigen Jahrhunderts dazu geführt, dass die als bedroht eingestufte Rasse sich in ihrem Bestand gut erholt hat. Heute werden Shropshires insbesondere zur Pflege von Weihnachtsbaumkulturen eingesetzt.
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