Steckbrief: Texelschaf | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Steckbrief: Texelschaf

Erfahren Sie hier alles über Herkunft, Aussehen und Nutzung des Texelschafes.
 
© H. Sambraus
So sieht ein Texelschaf aus.

Steckbrief

  • Herkunft: Niederlande, Insel Texel
  • Größe: 75 - 80 cm (Bock) bzw. 70 - 75 cm (Mutter)
  • Gewicht: 110 - 140 kg (Bock) bzw. 70 - 90 kg (Mutter)
  • Farbe: Weiß
  • Nutzung: Fleisch, Wolle

Herkunft

Auf der niederländischen Nordseeinsel Texel galt bis 1845 ein striktes Einfuhrverbot für Schafe. Nach der Aufhebung dieses Verbotes wurden in die vorhandenen Landschafe britische Fleischschafrassen, vor allem Leicester und Lincoln, eingekreuzt. Daraus entstand das Texelschaf. Von der Insel verbreitete sich die Rasse zunächst über die gesamten Niederlande, wo sie noch heute die häufigste Schafrasse darstellt. Von dort gelangten sie dann weiter nach Spanien, Frankreich und in den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts auch nach Deutschland.

Aussehen

Das großrahmige, kräftig gebaute Texelschaf ist an den bewollten und unbewollten Körperteilen reinweiß. Am Maul und gelegentlich an den Ohren treten dunkle Pigmentierungen auf. Der breite, flachstirnige Kopf ist hornlos und bis hinter die Ohren ohne Wolle. Der kurze Hals, der lange, breite Rücken und die Keulen sind stark bemuskelt, die kurzen Beine kräftig.

Nutzung

Texelschafe sind ausgesprochene Fleischschafe, was sich in ihrem kräftigen, stark bemuskelten Körperbau widerspiegelt. Sie eignen sich vorrangig für die Koppelhaltung auf Flächen mit guter Weidequalität in niedrigen bis mittleren Lagen. Die frühreifen Muttern können bei einem Gewicht von 50 Kilogramm bereits im Alter von sieben bis neun Monaten zur Zucht zugelassen werden. Die Brunst ist streng saisonal, das Ablammergebnis liegt bei 150 bis 200 Prozent. Die besonders frohwüchsigen Lämmer schaffen Tageszunahmen von bis zu 400 Gramm. Da die Rasse kaum zur Verfettung neigt, ist auch bei älteren Tieren die Schlachtkörperqualität hervorragend. Der Wollertrag erwachsener Tiere liegt bei vier bis sechs Kilogramm.

Zuchtverein

Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände e.V.

Hätten Sie´s gewusst?

Texelböcke werden gerne als Vatertiere für Gebrauchskreuzungen zur Verbesserung der Schlachtqualität eingesetzt.
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren