Steckbrief: Pietrain

Erfahren Sie hier alles über Herkunft, Aussehen und Nutzung der Schweinerasse Pietrain.
 
© H. Sambraus
So sieht ein Pietrain-Schwein aus.

Steckbrief

  • Herkunft: Belgien
  • Größe: 70 - 80 cm (Eber) bzw. 60 - 75 cm (Sau)
  • Gewicht: 300 kg (Eber) bzw. 260 kg (Sau)
  • Farbe: reinweiß oder gefleckt
  • Nutzung: Fleisch, Kreuzungszucht

Herkunft

Etwa in den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts gelangten frühreife französische Fleischrassen (Bayeuxschweine) nach Belgien, wo sie mit dortigen Landschweinrassen gekreuzt wurden. Hielt zunächst nur ein Züchter in dem Dorf Piétrain diese neuen Schweine, so verbreiteten sie sich bald weiter. Mit dem geänderten Verbraucherverhalten in den 50er-Jahren und dem Verlangen nach fettarmem Schweinefleisch erfuhr das Piétrainschwein einen enormen Aufschwung und ist seit den 70er-Jahren die bedeutendste Vaterrasse in der Schweinezucht.

Aussehen

Das mittelgroße Piétrainschwein ist im Vergleich zu anderen Rassen eher kurz, aber recht breit mit kräftigen Schultern und massigen Schinken. Die Tiere haben Stehohren und sind entweder reinweiß gefärbt oder weiß bzw. grau grundiert mit unregelmäßigen schwarzen oder braunen Flecken.

Nutzung

Piétrainschweine zeichnen sich vor allem durch ihre überdurchschnittliche Fleischfülle aus. Das Fleisch ist mager mit nur geringer Fettauflage. Die Wurfgröße liegt bei acht bis zehn Ferkeln. Im Durchschnitt wird eine jährliche Aufzuchtleistung von 18 bis 19 Jungen erreicht. Der Anteil von stressanfälligen, halothan-positiven Tieren ist in dieser Rasse sehr hoch. Seit einigen Jahren wird versucht, diesen Nachteil züchterisch zu beheben. Piétraineber finden vor allem als Vatertiere für Gebrauchskreuzungen Verwendung.
 

Zuchtverein

Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V.

Hätten Sie´s gewusst?

Wegen seiner besonders fleischigen Schultern spricht man beim Piétrain auch vom Vier-Schinken-Schwein.
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