Hundefutter für jedes Alter
Ernährung des Hundes

Das richtige Hundefutter für jedes Alter

Eine ausgewogene Ernährung ist essentiell für ein langes und gesundes Leben – sowohl für Menschen als auch für Tiere. Klar, dass auch für den Hund nur das beste Futter in den Napf soll. Wir verraten, worauf Sie bei der Wahl des Hundefutters achten sollten.
 
Hund füttern im Alter © Frank/pixabay (CC0 1.0)
Teures Hundefutter ist nicht automatisch auch gutes Futter. Eine Recherche vorab ist daher für jeden Hundebesitzer unverzichtbar.
Eine ausgewogene Ernährung ist essentiell für ein langes und gesundes Leben – sowohl für Menschen als auch für Tiere. Klar, dass daher auch für den geliebten Hund nur das beste Futter in den Napf soll. Voll im Trend liegt deshalb derzeit das Barfen, sprich die Rohfütterung des Haustiers. Ob das wirklich sinnvoll und gesünder ist als das klassische Hundefutter, darüber scheiden sich die Geister. Vielen Hundebesitzern ist es aber schlichtweg zu aufwändig, jeden Tag für das Tier frische Waren einkaufen, verarbeiten oder sogar extra kochen zu müssen. Dennoch soll der Hund nicht einfach das erstbeste Futter aus dem Supermarkt erhalten und dadurch womöglich krank oder dick werden. Gibt es keine Alternative? Doch, denn auf dem Markt gibt es mittlerweile große Unterschiede beim Hundefutter von minderwertiger bis hochwertiger Qualität und so ist es mit etwas Köpfchen durchaus möglich, das geliebte Haustier klassisch, trotzdem aber gesund aus dem Napf zu ernähren.

Ein hoher Preis bedeutet nicht zwingend gute Qualität

Natürlich sind bessere Futtermittel im oberen Preissegment angesiedelt. Umgekehrt bedeutet das aber nicht, dass teures Nass- oder Trockenfutter automatisch auch gut ist. Für Hundebesitzer ist ein wenig Recherche vorab daher unverzichtbar, wenn sie ihrem Schützling mit dem Futter tatsächlich etwas Gutes tun möchten. Auch Siegel wie angebliches „ Bio-Futter “ garantieren noch lange keine hochwertige Qualität der Futterwaren.  Stattdessen kommt es auf die richtige Zusammensetzung, auf Zusatzstoffe, Konservierungsmittel und Getreidefreiheit an. Zudem hat der Hund je nach Alter unterschiedliche Bedürfnisse und somit auch wechselnde Ansprüche an das für ihn optimale Futter. Wie also finden Hundebesitzer das „richtige“ Futter für ihre Mitbewohner auf vier Pfoten?

Grundsatzentscheidung: Nassfutter vs. Trockenfutter

Viele (Erst-) Hundebesitzer sind erst einmal mit der Antwort auf diese Frage überfordert, wenn der neue Welpe beziehungsweise Hund einzieht. In der Regel gibt der Züchter oder Vorbesitzer dem neuen Hundehalter das gewohnte Futter des Tieres mit, denn eine Umstellung der Nahrung sollte niemals plötzlich erfolgen. Das bedeutet: Entweder füttern die neuen Besitzer das bisherige Hundefutter weiter oder sie stellen langsam auf ein anderes Futtermittel um. Dabei ist zurerst die Grundsatzfrage zu klären: Soll der Hund Nass- oder Trockenfutter erhalten? Auch eine Mischung ist möglich. Zwar sollten Nass- und Trockenfutter niemals gemischt werden, da sie unterschiedlich lange Verdauungszeiten haben und somit Verdauungsstörungen entstehen könnten, doch einige Hundebesitzer füttern beispielsweise am Morgen Nassfutter und am Abend Trockenfutter – oder eine andere Kombination. Ein „Besser“ oder „Schlechter“ gibt es prinzipiell nicht. Stattdessen haben beide Futterarten ihre Vor- sowie Nachteile:
  • Nassfutter besteht zu 70 Prozent aus Wasser und ist somit nur wenige Tage im Kühlschrank haltbar. Die meisten Hunde sind jedoch ganz wild auf den frischen Geschmack und die Konsistenz von Nassfutter, was sich vor allem auf „fressfaule“ Hunde positiv auswirkt, welche stets am Rande des Untergewichts balancieren. Gut geeignet ist es weiterhin für Hunde, die (zu) wenig trinken, denn aufgrund des hohen Wassergehaltes müssen die Tiere nur noch wenig Flüssigkeit zusätzlich aufnehmen. Zudem können Medikamente in der Regel problemlos verabreicht werden, indem der Hundehalter sie schlichtweg unter das Futter mischt. Schwierig wird es allerdings für die Hundehalter, wenn sie auf Reisen gehen möchten oder das Nassfutter aus anderen Gründen nicht dauerhaft im Kühlschrank lagern können. Gerade im Sommer verdirbt das Futter schnell und ist daher nicht für Unterwegs geeignet. Die Hundebesitzer können zudem keine großen Mengen an Vorrat kaufen, da diese nicht lange genug haltbar wären und zudem viel Platz im Kühlschrank wegnehmen würden. Das Nassfutter strömt zudem einen starken Geruch aus, welchen viele Menschen als störend empfinden – sei es durch die geöffnete Dose im Kühlschrank, durch Reste im Napf oder durch den Hund selbst nach dem Fressen.
  • Trockenfutter ist bei den Hunden zwar meist weniger beliebt, bringt für die Hundebesitzer aber zahlreiche Vorteile mit sich. Das Futter wird in trockene Kroketten gepresst und enthält nur noch zehn Prozent Wasser. Dadurch ist Trockenfutter lange haltbar, muss nicht im Kühlschrank gelagert und kann problemlos überall hin mitgenommen werden. Es löst seltener Allergien aus, da es keine künstlichen Konservierungsstoffe benötigt. Die Portionierung ist einfach, die Bildung von Zahnstein wird verringert, es wird weniger Müll produziert und alles in allem ist es in der Regel auch noch günstiger als Nassfutter mit vergleichbarer Qualität. Die Liste der Vorteile ist lang, weshalb sich viele Hundebesitzer schlussendlich für das Trockenfutter entscheiden – auch, wenn ihre tierischen Lieblinge das vielleicht anders sehen würden.

Kriterien, welche gutes von minderwertigem Hundefutter unterscheiden

Aus qualitativer Hinsicht kommt es weniger darauf an, ob es sich um Nass- oder Trockenfutter handelt. Entscheidender sind die Inhaltsstoffe der Futtermittel. Ein hochwertiges Hundefutter zeichnet sich durch folgende Kriterien aus:
  • Alleinfuttermittel
  • Getreidefreiheit
  • hoher Fleischanteil
  • gute Fleischqualität
  • maximal zehn Prozent pflanzliche Anteile
  • eindeutige Deklaration der Inhaltsstoffe und Mengen
  • Zuckerfreiheit
  • keine Zusatzstoffe
  • wenig (Nassfutter) bis überhaupt keine (Trockenfutter) Konservierungsmittel
  • Trockenfutter sollte kaltgepresst sein
  • geringer Rohascheanteil
Schlussendlich sollte das Futter dem Hund natürlich auch schmecken. Die Hundebesitzer würden schließlich auch nicht gerne Tag für Tag eine verhasste Mahlzeit essen wollen. Apropos: Eine Vermenschlichung des Hundes ist beim Futter unnötig. Für Hunde ist es nicht schlimm und stattdessen sogar gesünder, jeden Tag dasselbe Hundefutter im Napf zu haben. Abwechslung belastet nur unnötig das Verdauungssystem . Wer seinem Hund eine Freude machen will, gibt ihm lieber stattdessen hin und wieder ein Leckerchen oder etwas ungewürztes Fleisch aus der Bratpfanne.

Das Alter entscheidet über die Bedürfnisse des Hundes

Ist das richtige Futter für den Hund gefunden, muss noch das Alter des Tieres berücksichtigt werden. Hundebesitzer können zwar bei derselben Marke und Geschmacksrichtung bleiben, doch sollten Welpen ein spezielles Welpenfutter erhalten, um ihr Wachstum mit ausreichend Nährstoffen zu unterstützen.  Demgegenüber könnten die Besonderheiten im Welpenfutter wie der hohe Kalziumwert für ausgewachsene Hunde schädlich sein. Aus diesem Grund sollten unbedingt die Angaben des Futtermittelherstellers beachtet werden, wann eine Umstellung vom Welpen- auf das reguläre Hundefutter empfohlen wird. Selbiges gilt für den späteren Wechsel zum Seniorenfutter. Wann ein Hund nämlich als ausgewachsen beziehungsweise Senior gilt, hängt wiederum von der Rasse und damit dem endgültigen Gewicht des Tieres ab. Der Prozess klingt zwar aufwändig, wer jedoch das richtige Futter gefunden hat, kann sich an einem gesunden sowie langlebigen Hund erfreuen.
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