Freilauf für Chinchillas | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin
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Freilauf für Chinchillas

Ganz egal wie Sie Ihre Chinchillas unterbringen, irgendwann wird jeder Käfig und jedes Gehege langweilig. Deshalb sollten Ihre Tiere, wenn Sie einmal handzahm sind, täglich durch die Wohnung streifen dürfen.
 
Freilauf für Chinchilla © animals-digital.de
Chinchillas sind unglaublich flink und wendig
Chinchillas sind intelligente kleine Abenteurer, die Bewegung und Abwechslung lieben. Allerdings nicht tagsüber. Die nachtaktiven Tiere werden erst abends munter. Deshalb sollten Sie Ihren Lieblingen in den Abendstunden mindestens eine Stunde Freilauf gönnen. Chinchillas sind unglaublich neugierig und nehmen alles unter die Lupe. Zudem nagen sie mit Begeisterung alles an, was nicht rechtzeitig flieht. Es ist kaum möglich eine Wohnung absolut „chinchillasicher“ zu gestalten. Deswegen sollte der Freilauf am besten unter Ihrer Aufsicht ablaufen. Wenn Sie Ihre Racker täglich beobachten, lernen Sie sie auch bestens kennen und merken schnell, wenn mit ihnen einmal etwas nicht stimmt. Gleichzeitig gewöhnen sich die Tiere mehr und mehr an Ihre Anwesenheit und werden sehr zutraulich. So ist es durchaus möglich, dass Sie zum Klettergerüst umfunktioniert werden.


Die sichere Wohnung

Bevor die neugierigen Strolche auf Entdeckungstour gehen dürfen, müssen Sie potenzielle Gefahrenquellen beseitigen. Zimmerpflanzen stellen Sie am besten außer Reichweite. Chinchillas nagen alles an, auch Pflanzen, die für sie vielleicht giftig sind. Putzmittel, Medikamente und andere Chemikalien sollten für die Tiere ebenfalls nicht erreichbar sein. Daran können sie sich sehr leicht vergiften. Schränke, Schubladen und Waschmaschinen sollten stets gut verschlossen sein, damit die flinken Tiere nicht aus versehen irgendwo eingeklemmt werden. Auch Fenster und Türen dürfen nicht offen stehen, sonst entwischen die Chinchillas schnell. Sehr gefährlich sind offen herumliegende Kabel. Wenn die Tiere sie durchbeißen, können sie einen Stromschlag bekommen. Auch Steckdosen sollten aus diesem Grund durch eine Kindersicherung geschützt werden. Ertrinken und Verbrennen sind weitere Gefahren. Lassen sie die Tiere nicht in die Nähe einer vollen Badewanne oder einer brennenden Kerze. Bringen Sie zudem alle wertvollen Möbel, Teppiche und Bücher in Sicherheit. Chinchillas sind Nagetiere und nichts ist vor ihren Zähnchen sicher.


Verschwunden

Chinchillas sind unglaublich flink und wendig. So kann es trotz aller Vorsicht passieren, dass ein Tier durch einen Spalt oder eine Tür entwischt. Jetzt heißt es Ruhe bewahren! Ist der Flüchtling noch im Haus lautet der Notfallplan wie folgt: Schließen sie das Zimmer, in das das Chinchilla entwischt ist sofort. Machen Sie auch die Fenster, alle Schubladen und Schränke zu. Dichten Sie Nischen und Lücken hinter Möbeln ab. Denken Sie auch daran, dass Chinchillas sehr hoch springen können, auch Schrankdächer müssen abgesichert werden. Steht das Gehege im selben Raum, öffnen Sie es und legen sie einen Leckerbissen direkt an den Eingang. Ist der Käfig in einem anderen Zimmer, stellen Sie dem Tier eine andere Höhle zu Verfügung. Das kann ein Schlafhäuschen oder die Transportbox sein. Legen Sie etwas von dem gewohnten Einstreu und Futter hinein. Verlassen Sie dann den Raum und geben dem Tier mehrere Stunden Ruhe. Wenn Sie am nächsten Morgen nachsehen, wird Ihr Haustier wahrscheinlich friedlich in seiner Höhle schlummern. Ist das Chinchilla ins Freie entwischt, stehen die Chancen schlechter. Jagen Sie dem Ausreißer auf keinen Fall hinterher, das würde ihn nur noch mehr erschrecken. Sorgen sie für Ruhe, stellen sie dem Tier auch hier eine Höhle mit Futter zur Verfügung und warten Sie eine Nacht ab. Ist das Chinchilla am nächsten Morgen nicht in der Höhle aufzufinden, verständigen Sie Ihre Nachbarn sowie Tierheime und Tierärzte in der Nähe. Vielleicht hat jemand Ihren kleinen Freund gesehen. (Alexandra Frankh)

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