Das alte Chinchilla | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Das alte Chinchilla

Chinchillas können bei guter Haltung zehn bis 15 Jahre alt werden. Manche bringen es sogar auf ein stolzes Alter von 20 Jahren. Etwa ab dem zehnten Lebensjahr altern die Tiere und wollen entsprechend umsorgt werden.
 
© Foto: Thomas Brodmann / animals-digital.de
Foto: Thomas Brodmann / animals-digital.de
Ein betagtes Chinchilla wird ruhig und bequem. Es schläft länger und hüpft nicht mehr ganz so ausdauernd durch die Wohnung. Sein Fell wird lichter und struppiger und die Augen verlieren an Glanz. Manche Chinchillas vertreiben sich ihre Zeit jetzt am liebsten mit fressen und werden dick und träge. Hier kann eine Diät, die mit dem Tierarzt abgestimmt wird, Abhilfe schaffen. Andere Chinchillas vergessen zu trinken und zu essen und fallen ein. Auch hier kann der Tierarzt mit Aufbaupräparaten behilflich sein. Um Ihrem alten Freund den Lebensabend so stressfrei wie möglich zu gestalten, können Sie noch weitere Vorkehrungen treffen. Sorgen Sie für besonders viel Ruhe um den Chinchilla-Käfig. Helfen Sie Ihrem Tier auch bei der täglichen Fellpflege, in dem Sie sie ausgiebig streicheln und dadurch auch verklebte Stellen vorsichtig entfernen. Sucht das Chinchilla nicht mehr alleine das Sandbad auf, setzten Sie Ihren Liebling einfach einmal die Woche hinein, und streuen Sie etwas Sand über ihn. Wichtig ist auch, dass Sie gerade ein altes Chinchilla genau beobachten, damit Sie bei Problemen sofort den Tierarzt aufsuchen können.

Abschied vom Tier

Wenn Ihr Oldtimer nicht mehr frisst, apathisch im Käfig sitzt und immer mehr erblindet und taub wird, sollten Sie ihn zum Tierarzt bringen. Wenn das Tier unter den Altersbeschwerden zu sehr leidet, wird der Doktor Ihnen raten, Ihr Chinchilla einschläfern zu lassen. Auch wenn es Ihnen schwer fällt, manchmal ist eine erlösende Spritze das Beste was Sie für Ihren Liebling tun können. Kann das Chinchilla auch mit seinen Altersbeschwerden noch gut leben, werden Sie es eines Tages friedlich eingeschlafen im Käfig auffinden. Ist Ihr Haustier einmal von Ihnen gegangen, ist es an der Zeit zu trauern. Chinchillas dürfen im eigenen Garten begraben werden. Manchmal hilft es, dem kleinen Freund einen würdigen Abschied zu gestalten. Haben Sie keinen Garten, ist der Tierfriedhof eine Alternative. Sie können Ihr Frettchen aber auch beim Tierarzt lassen, der es an die Tierkörperbeseitigung weiter gibt. Wurde das Frettchen auch von Ihrem Kind betreut, ist der Verlust umso gravierender. Für Kinder ist der Tod eines geliebten Tieres oftmals ein Schock. Eine Beerdigung hilft oftmals, die Trauer besser zu verarbeiten. Nehmen Sie die Trauer Ihres Kindes sehr ernst, sofort ein neues Tier oder alberne Ablenkversuche werden Ihren Sprössling erst einmal nicht aufmuntern. Sollte Ihr Kind jedoch nach der ersten Trauer einen neuen Freund wollen, gönnen Sie ihm ein neues Tier.

Abschied vom Partner

Aber nicht nur Sie und Ihr Kind werden trauern. Haben Sie zwei Chinchillas gehalten, hat einer Ihrer flauschigen Nager seinen Partner verloren und sitzt nun alleine in seinem Käfig. Sie sollten auch überlegen, wie Sie Ihrem zweiten Haustier den Verlust erleichtern können. Ist das überlebende Chinchilla ebenfalls schon sehr alt, wird es eventuell schwierig werden, es mit einem neuen Freund zusammen zu bringen. Dann sind Sie gefragt. Sie sollten sich dann besonders um das einsame Tier kümmern und ihm in seinen letzten Monaten viel Zeit schenken, damit es den Verlust besser verkraftet. Hat Ihr zweites Chinchilla noch einige Lebensjahre vor sich, sollten Sie sich unbedingt bemühen, einen neuen Freund für es zu finden. Da Chinchillas, was ihre Partner angeht, sehr wählerisch sein können, ist es nicht immer leicht einen neuen Freund zu finden. Einen Versuch ist es aber durchaus wert. Fragen Sie in Tierheimen und bei Chinchilla-Hilfen nach, sicher gibt es dort die ein oder andere einsame Seele, die Ihrem verlassenen Liebling über den Verlust hinweghelfen kann. (Alexandra Frankh) Pflege & Gesundheit :
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren