Spiel- und Wohlfühltipps für Chinchillas | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Spiel- und Wohlfühltipps für Chinchillas

Wenn es draußen dunkel wird werden die flauschigen Chinchillas munter. Jetzt wollen sie toben, herumhüpfen und ihre Umgebung erkunden. Gestalten Sie den Raum, in dem sich Ihre Chinchillas beim Freilauf aufhalten, abwechslungsreich.
 
Tolle Tipps für die Chinchilla-Beschäftigung © Foto: Andrea Rankovic / iStockphoto
Mit einfachen Mitteln können Sie tolle Beschäftigungen für Ihre Chinchilla gestalten
Chinchillas sind äußerst neugierig und wollen immer wieder Neues entdecken. Mit wenigen Handgriffen können Sie aus Ihrer Wohnung ein Chinchilla-Paradies zaubern. Im Zoofachhandel gibt es Ton- und Korkröhren, durch die die kleinen Strolche gerne durchlaufen. Achten Sie jedoch darauf, dass der Durchmesser groß genug ist und die Tiere nicht steckenbleiben können. Auch ein Katzenkratzbaum macht Chinchillas viel Spaß. Sie können von Sitzbrett zu Sitzbrett springen und in den Höhlen kurze Nickerchen halten. Im Haushalt lassen sich jede Menge spannende Dinge für die kleinen Nager finden, die völlig kostenlos sind. Ein alter Pappkarton mit Heu lädt zum Herumwühlen ein, und ein Handtuch und ein kleiner Korb können schnell zu einer kuscheligen Höhle umfunktioniert werden. Auch ein kleines Stofftier wird gerne als Spielzeug angenommen. Achten Sie jedoch darauf, dass die Chinchillas dieses Spielzeug nicht zernagen. Äste von Obstbäumen und ein zweites Sandbad machen den Freilauf zum wahren Vergnügen. Lassen Sie sich hin und wieder etwas Neues einfallen, damit für Ihre Lieblinge jeder Freilauf zur Entdeckungstour wird.


Chinchillas sind lernfähig

Chinchillas sind intelligente Tiere mit einer schnellen Auffassungsgabe. Wenn Sie Ihre Tiere von Anfang an mit Namen ansprechen, werden sie bald auf Ihre Stimme reagieren und auf Zuruf zu Ihnen laufen. Sind Ihre flauschigen Strolche einmal zahm, können Sie versuchen, sie mit „Signallernen“ zu erziehen. Beispielsweise können Sie ihnen antrainieren nach dem Freilauf beim Ertönen eines speziellen Tones zu Ihnen zu kommen. Beginnen Sie damit, vor jeder Futtergabe ein Geräusch zu erzeugen. Das kann ein Schnalzen mit der Zunge sein, ein Glöckchen, ein Pfiff oder ein Clicker (ein Gerät, das häufig zur Konditionierung von Tieren verwendet wird und einem „Knackfrosch“ ähnelt) sein. Gleich danach bekommen die Tiere ihr Futter oder einen Leckerbissen. Nach kurzer Zeit schon werden die Tiere das Geräusch, das für sie zuvor keine Bedeutung hatte, mit etwas Positivem, dem Futter, verbinden. Wenn Sie Ihre Chinchillas nach dem Freilauf wieder in den Käfig setzen wollen, können Sie sie jetzt problemlos mithilfe des Geräusches „rufen“. Belohnen Sie sie auch hier die ersten Male mit einem Leckerbissen. Bedenken Sie jedoch, dass Chinchillas zwar gelehrig, jedoch nicht gehorsam sind. Sie können sich nie darauf verlassen, dass Ihre Tiere auch wirklich zu Ihnen kommen, wenn Sie das Geräusch hören, denn die kleinen Strolche haben ihren eigenen Kopf. Das müssen Sie akzeptieren. Niemals dürfen Sie ein Chinchilla deswegen bestrafen.


Foto-Shooting

Haustiere zu fotografieren macht sehr viel Spaß, doch meistens ist das Ergebnis frustrierend. Das eine Mal ist in der Düsternis kaum etwas zu erkennen, das andere Mal sieht man nur verschwommene Linien. Mit ein paar einfachen Tricks kann jedoch jeder gute Fotos erzielen. Am wichtigsten ist ein gutes Blitzgerät. Selbst wenn es sehr hell ist, reicht das Licht in der Wohnung oftmals nicht aus. Ohne Blitz werden die Fotos oft unscharf, denn die Tiere nehmen keine Rücksicht auf den Fotografen und laufen oft ununterbrochen hin und her. Fotografien durch die Gitterstäbe des Chinchilla-Käfigs sind meistens nicht sehr schön. Nehmen Sie daher Ihr kleines Fotomodell lieber aus dem Käfig. Denken Sie daran, Ihre Chinchillas nur in ihrer Aktivphase zu fotografieren. Stören Sie sie nicht tagsüber. Am besten richten Sie vorher noch ein kleines Fotostudio für Ihre Lieblinge ein. Legen Sie dafür einfach eine Decke, ein Tuch oder einen großen Pappkarton auf den Boden. Achten Sie darauf, dass sich die Farbe von dem Fell Ihres Chinchillas abhebt, und räumen Sie alle Spielsachen und sonstige Gegenstände beiseite. So steht auch wirklich Ihr Tier im Mittelpunkt, und nichts lenkt von ihm ab. Dieses Studio sollte an einem hellen Ort platziert werden, was bei den nachtaktiven Nagern nicht immer ganz einfach ist. Chinchillas sitzen nur ungern still, auch nicht bei einem Fototermin. Geben Sie Ihrem Tier deshalb etwas zu knabbern, während Sie hinter der Kamera hantieren, und organisieren Sie vielleicht sogar einen Helfer, der Ihr Tier, falls es das Fotostudio unerlaubt verlässt, wieder zurücksetzt. Wenn alles vorbereitet ist, kann es losgehen. Zum guten Tierfotografen brauchen Sie jetzt nur noch eines: ganz viel Geduld! (Alexandra Frankh) Verhalten & Beschäftigung :
Fotos: 
Andrea Rankovic / iStockphoto
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