Allgemeine Tipps zur Frettchenhaltung | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Allgemeine Tipps zur Frettchenhaltung

Susanne Wiegands gibt hilfreiche Tipps zur artgerechten Haltung von Frettchen.
 
© Foto: Stefanie Prior / Fotolia
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Susanne Wiegands Arbeitstag verschlafen ihre vier Frettchen in dem selbst gebauten, mehrstöckigen Käfig. Die Kuscheldecken hat die Frettchen-Freundin aus ausrangierten Bettlaken und Wolldecken zurechtgeschnitten. Wachzeiten können die Langschläfer (16 bis 18 Stunden täglich sind üblich) mit Klettern und Laufen überbrücken – Drainagerohre im Käfig machen’s möglich.

Abenteuerspielplatz für Frettchen

Stroh und Streu gehören übrigens nicht in ein Frettchen-Heim, erklärt sie: „Die Tiere verstecken gern ihr Futter, und mitverschluckte Einstreu könnte zu Darmverschluss führen.“ Das schönste Leben aber haben Püppi, Peppi, Paul und Pauline, wenn ihr Frauchen nach Hause kommt und die Käfigtür öffnet. Ein Katzenkratzbaum mit Höhlen, Hängematten, Röhren und Kuschelecken entspricht ganz ihrem Bedürfniss nach Bewegung und Aussichtsplätzen. Doch sie dürfen auch die für den Menschen gedachte Einrichtung mitbenutzen: Schränke, Schubladen, Regale, Schreibtisch, Körbe, Sofakissen, zusammengeschobene Flokatis. Und sie dürfen sich an allen Aktionen im Haushalt beteiligen. Am meisten Spaß haben sie, wenn aufgeräumt oder staubgesaugt wird. Sie toben dann mit herum und stecken überall ihre Nase rein. So ein abwechslungsreiches Leben entspricht ihrem Naturell und gehört zu ihrem Glück.

Frettchen lieben Katzenspielzeug

Natürlich beschäftigen sich die Frettchen gern mit Spielsachen. Wenn sie Katzenspielzeug, Futterbälle und Socken satt haben, suchen sie sich eigenhändig spielgeeignete Dinge. Das kann durchaus ein Handy sein. Weil ihnen die ganze Wohnwelt offensteht, muss Susanne Wiegand Vorsichtsmaßnahmen treffen. Sie guckt, wo sie hintritt, wo sie sich hinsetzt. Fenster werden nicht gekippt. Beim Kochen wird der Zugang zum Herd versperrt, alle Elektrogeräte werden vor Inbetriebnahme kontrolliert. Und natürlich bleibt der Klodeckel geschlossen, damit nicht aus Versehen ein Tier hineinfällt. Auch wenn Gäste kommen, ist Vorsicht geboten, denn die haben stets was Neues, Interessantes dabei. So hat sich mal ein Frettchen im abgestellten Motorradhelm eines Freundes versteckt, der es zum Glück rechtzeitig entdeckte. Gründliche Taschenkontrolle beim Abschied ist deshalb ein Muss. Haltung :
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