Urlaub und Frettchen | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Urlaub und Frettchen

Der lang ersehnte Urlaub naht. Jetzt stellt sich die Frage: Wie versorge ich meine Tiere während dieser Zeit? Am liebsten wären die abenteuerlustigen Racker natürlich mit von der Partie. Aber auch in diesem Fall gibt es einiges zu bedenken.
 
© Foto: Graham Taylor / Fotolia
Foto: Graham Taylor / Fotolia
Frettchen sind, im Gegensatz zu vielen Kleinsäugern, nicht sehr ortsgebunden. Ihre Neugier ist sehr groß und ein unbekannter Urlaubsort ist besonders spannend. Allerdings ist nicht jedes Hotel oder Ferienhaus über diese pelzigen Vierbeiner erfreut. Gerade der Geruch kann auf viele Menschen abschreckend wirken. Zudem sollten Sie bedenken, dass auch der Ferienort frettchen-sicher sein muss. Bei Auslandsreisen können auch die Einreisebestimmungen ein Hindernis darstellen. Generell brauchen Sie für einen Grenzübertritt ein amtliches tierärztliches Gesundheitszeugnis für Ihre Lieblinge. Manchmal wird vom Zoll vor Ort eine nochmalige Bestätigung des Zeugnisses verlangt. Informieren Sie sich im Voraus, ob an dem von Ihnen gewählten Grenzübertritt ein Amtstierarzt anwesend ist.

Reisevorbereitungen

Haben Sie nichtsdestotrotz einen geeigneten Urlaubsort gefunden, kann es losgehen. Für den Transport ist die Transportbox, die Sie auch für Tierarztbesuche nutzen, geeignet. Sie muss groß genug sein und mit einem kuscheligen Handtuch gepolstert werden. Auch Wasser darf währen der Fahrt nicht fehlen. Auf Frettchens Packliste sollten der Käfig, Futter, Näpfe, Einstreu, Schlafhäuschen und Katzenklos stehen. Achten Sie darauf, dass Ihre Tiere während der Fahrt weder Zugluft noch starker Hitze ausgesetzt sind. Reisen Sie deshalb am besten morgens oder abends. Stecken Sie die Transportbox auf keinen Fall in den Kofferraum. Dort ist es so heiß und stickig, dass Ihre Frettchen nicht überleben würden. Wenn die Anfahrt zum Urlaubsort lange dauert, sollten Sie überlegen, die Frettchen in ihrem Käfig zu transportieren. Dort können Sie sich wenigstens etwas die Beine vertreten.Am Urlaubsort angekommen, müssen Sie einen geeigneten Platz für den Käfig finden und das Hotelzimmer oder das Ferienhaus auf mögliche Gefahrenquellen überprüfen, bevor die Frettchen Freilauf genießen dürfen. Ist das erledigt, kann der Urlaub beginnen. Sind Ihre Frettchen an die Leine gewöhnt, können sie Sie auch auf Spaziergängen begleiten. Nehmen Sie Ihre Tiere aber auf gar keinen Fall zu einem Strandspaziergang mit. Die Kombination aus Sand, Hitze und Salzwasser ist für jedes Frettchen unerträglich.

Stellen Sie vor Abreise auch einen „Pflegepass“ für Ihr Frettchen zusammen. Ein leeres Formular dafür können Sie sich hier herunterladen. 
PDF herunterladen

Einen Tiersitter-Vertrag können Sie sich hier herunterladen.
 PDF herunterladen

Frettchen-Sitter für Daheimgebliebene

Können Sie Ihre Frettchen nicht an den Urlaubsort mitnehmen oder sind die Tiere vielleicht schon zu alt, um Freude an einer Reise zu haben, müssen Sie sich rechtzeitig um einen Tiersitter kümmern. Vielleicht haben Sie jemanden in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, der Erfahrung mit Frettchen hat und diese Aufgabe übernehmen möchte. Wenn nicht, können Sie sich bei Tierärzten, Tierheimen, Zoohandlungen oder in Internetforen nach Adressen von Tiersittern erkundigen. Haben Sie eine Urlaubsbetreuung gefunden, informieren Sie sie genau über die Pflege. Sagen Sie dem Tiersitter, was das Tier jeden Tag frisst, zu welchen Zeiten und mit welcher Menge es gefüttert wird, wie viel Freilauf es bekommen muss und welche Besonderheiten Ihre Tiere haben. Am bestens schreiben Sie die genauen Anweisungen auf einen Zettel und hinterlassen diesen dem Urlaubspfleger.Schreiben Sie auch die Adresse und Telefonnummer Ihres Tierarztes sowie Ihre Nummer und Adresse am Urlaubsort auf. Auch ein Merkzettel zur Ersten Hilfe sollte nicht fehlen. Zudem sollten Sie für die Zeit, die Sie nicht zu Hause sind, genügend Futter und Einstreu einkaufen. Wenn der Frettchen-Sitter nicht zu Ihnen ins Haus kommen kann, sondern Sie Ihre Tiere in eine Pflegestelle geben müssen, gilt es einige Dinge zu beachten.Sollten schon andere Frettchen im Pflegehaushalt leben, muss geklärt werden, was passiert, wenn die Tiere sich nicht verstehen. Sollte die Pflegestelle zum ersten Mal Frettchen beherbergen, muss sie auf eventuelle Gefahrenquellen geprüft und frettchen-sicher gemacht werden. (Alexandra Frankh) Haltung :
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren