Gesundheitscheck - Gesunde Frettchen | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Gesundheitscheck - Gesunde Frettchen

Während des täglichen Freilaufs haben Sie viel Zeit, Ihre kleinen Lieblinge zu beobachten. So lernen Sie sie gut kennen, und Ihnen fällt sofort auf, wenn ihr Äußeres oder ihr Verhalten sich ändert. Krankheiten können so schnell entdeckt werden.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Frettchen leiden still und verbergen ihre Krankheiten meist gut.
Ein gesundes Frettchen ist ein wahrer Wirbelwind. Es springt und klettert den ganzen Tag durch seinen Käfig und Ihre Wohnung und wird zwischendurch nur mal Pause machen, um ein kleines Nickerchen zu halten oder seinen Hunger zu stillen. Gleich danach wird es wieder Ihren Putzlappen verräumen, die Decke vom Tisch ziehen und sich in Ihrem Bett verstecken. Sie werden dann vielleicht keine Nerven mehr haben, aber Sie können sich sicher sein: Ihrem Frettchen geht es bestens. Solange es aufgeweckt ist, mit leuchtenden Augen und glänzendem Fell sein Revier durchstreift und mit großem Appetit frisst, ist es gesund und munter.

Natürlich kann jedes Frettchen einmal krank werden, auch wenn es artgerecht gehalten und ernährt wird. Wenn Sie es aufmerksam beobachten, werden Ihnen Veränderung jedoch schnell auffallen, und Sie können Ihren kleinen Mitbewohner im Falle eines Falles rechtzeitig zum Tierarzt bringen.

Klare Augen und glänzendes Fell

Nehmen Sie sich beim täglichen Freilauf ein paar Minuten Zeit, um Ihre kleinen Strolche genau zu beobachten. Ist Ihr Tier handzahm, können Sie es zum kurzen Gesundheits-Check auch hochnehmen, damit Sie es besser betrachten können. Achten Sie besonders auf die Augen und die Ohren. Ein gesundes Frettchen hat klare Augen. Sie tränen nicht, und das Fell um die Augen ist nicht verklebt. Die Ohren sind sauber. Wenn sich krümeliges, dunkles Ohrenschmalz bildet, kann das ein Anzeichen für Ohrmilben sein.

Die Barthaare des Tieres sind lang und weich, und das gesamte Fell ist gepflegt. Es glänzt und ist nicht verklebt. Kahle, stumpfe und ganzlose Stellen im Fell sind meist ein Anzeichen für Krankheit. Werfen Sie auch einen Blick auf den After des Tieres. Ist er mit Kot verschmiert, leidet das Tier möglicherweise an Durchfall. Überprüfen Sie auch regelmäßig beim Säubern des Käfigs den Kot der Frettchen. Hat er eine ungewöhnliche Farbe oder Konsistenz, kann auch das auf Krankheiten hindeuten. Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme sollten Sie Ihr Tier regelmäßig wiegen. Starke Gewichtsschwankungen sind oft ein Warnsignal. Nicht jede Veränderung des Frettchens muss sofort bedeuten, dass es krank ist. Manchmal hat es einfach nur beim Raufen ein Büschel Haare verloren, oder ungewohntes Futter hat kurzfristig zum Durchfall geführt. Im Zweifelsfall sollten Sie jedoch immer den Tierarzt aufsuchen.

Vom lustigen Wirbelwind zum verschlafenen Langweiler

Frettchen leiden still und verbergen ihre Krankheiten meist gut. Es wird Ihnen meist nicht durch Quietschen oder Wimmern zu verstehen geben, dass etwas nicht stimmt. Dennoch gibt Ihnen das Verhalten Ihrer Frettchen Auskunft über den Gesundheitszustand, wenn Sie es aufmerksam beobachten. Ein gesundes Frettchen ist putzmunter und frisst mit gutem Appetit. Wenn Ihr Frettchen sich öfter als gewöhnlich ins Schlafhäuschen zurückzieht und Abstand von seinen Artgenossen nimmt, ist das meist kein gutes Zeichen. Sitzt es sogar apathisch in einer Ecke seines Käfigs, ohne auf sein Umfeld zu reagieren, sollten Sie schnellstens versuchen, der Ursache auf den Grund zu gehen, und einen Tierarzt aufsuchen.

Auch am Gesichtsausdruck Ihrer Lieblinge lässt sich deren Zustand erkennen. Angelegte Ohren und eine gerunzelte Stirn können Ausdruck von Schmerzen sein. Wenn das Tier weniger Appetit hat oder sogar gar nichts mehr frisst, deutet das auf eine Krankheit hin. Frettchen haben einen sehr kurzen Darm und müssen eigentlich alle drei Stunden Futter zu sich nehmen. Haben Sie keine Möglichkeit zu beobachten, wann und wie oft Ihr Haustier frisst, können Sie durch Wiegen überprüfen, ob das Frettchen ab- oder zugenommen hat. (Alexandra Frankh)

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