Fütterungstipps für Hamster | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Fütterungstipps für Hamster

In der Heimat der Hamster ist es sehr trocken und die wenigen Pflanzen verblühen schnell. Die Samen sind bei vielen Tieren begehrt. Daher „hamstern" sich die kleinen Nager ihre Futtervorräte in den Bauten zusammen.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Kaufen Sie Ihrem Hamster zwei Futternäpfe: einen für das Trockenfutter und einen für das Frischfutter.
Auch als Heimtier gehaltene Hamster sammeln alles Essbare in ihren Backentaschen und bringen es anschließend in ihr Häuschen. Auch wenn das Futterschälchen vermeintlich leer ist, bedeutet das noch lange nicht, dass der Nager nichts zu fressen hat. Er hat das Futter oft einfach nur in seinen Verstecken gebunkert. Wenn sich der Hamster viel bewegt, sollte er pro Tag einen Teelöffel Fertigfutter auf Körnerbasis bekommen. Außerdem sollte er täglich etwas Frischfutter bekommen. Dies kann ein Stück von einer Karotte sein, es können aber auch ein paar Löwenzahnblätter oder eine Erdbeere sein.

Das Wasser in der Trinkflasche sollte jeden Tage nachgefüllt werden. Lebend- oder Eiweißfutter braucht der Goldhamster nur alle zwei bis drei Tage (Zwerghamster jeden Tag). Zwei bis drei Mal die Woche können Sie Ihrem kleinen Nager auch ein Leckerli, wie zum Beispiel eine Erdnuss oder eine Rosine, geben. Auch über etwas hartes Brot zum Nagen freut sich der Kleine. Einmal die Woche sollten Sie dem Hamster wieder frisches Nagematerial reichen. Über Kolbenhirse freut er sich genauso wie über einen Hundekuchen. Nach einer Woche sollte auch die Trinkflasche gründlich ausgespült und frisches Wasser eingefüllt werden.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Von Natur aus möchte sich der Hamster, sobald er am Abend munter wird, in Aktivitäten stürzen. Denn die wildlebenden Artgenossen legen oft weite Strecken auf der Suche nach Futter zurück und müssen ständig auf der Hut vor möglichen Angreifern sein. Ihr Nager wird sich freuen, wenn Sie ihm den „Alltag“ ähnlich gestalten würden. Damit der Hamster mit Suchen beschäftigt ist, können Sie einige Sämereien im Gehege verstreuen. Eine kleine Portion gehört dennoch in die Futterschale – zur Kontrolle einer eventuellen Appetitlosigkeit und damit vielleicht einer Krankheit.

Die heiß begehrte Kolbenhirse, die dem Nager mindestens genauso gut schmeckt wie Vögeln, können Sie in das obere Stockwerk hängen. So muss sich der kleine Mitbewohner erst nach oben bemühen und ist dann eine Weile damit beschäftigt, die Hirse abzuknabbern. Beim Roborowski-Zwerghamster, der nicht so geschickt im Klettern ist, sollten Sie die Kolbenhirse weiter unten platzieren. Wenn Sie Ihrem Nager Erdnüsse geben, dann am besten noch in der Schale, die Sie nur leicht anknacken. Der Hamster hat dann eine ganze Zeit damit zu tun, die Nüsse aus der Schale zu holen. Vor allem Zwerghamster brauchen hin und wieder auch tierisches Eiweiß auf ihrem Speiseplan. Beim Anblick einer Heuschrecke oder Grille, die Sie aus dem Zoofachhandel bekommen, geraten die kleinen Nager regelrecht aus dem Häuschen. Da können Sie eine echte Jagd erleben.

Grundlegende Tipps zur Fütterung

Kaufen Sie Ihrem Hamster zwei Futternäpfe: einen für das Trockenfutter und einen für das Frischfutter. Diese sollten schwer genug sein, dass sie nicht umkippen. Auch sollte der Durchmesser nicht größer als fünf Zentimeter sein, damit sich der Nager nicht in sein Futter hineinsetzen kann. Futternäpfe aus Keramik oder Steingut bieten sich sehr gut an. Sie sollten einen etwa zwei Zentimeter hohen Rand haben, der nach innen geht. Trinkwasser sollte nicht in einem offenen Trinkgefäß untergebracht sein, da es zu schnell verschmutzt. Am besten eignet sich eine Nippelflasche, die von außen am Käfig montiert wird.; sie sollte einen Kugelverschluss haben.

Das Frischfutter, wie Obst, Gemüse und Grünfutter, müssen Sie mit warmem Wasser abspülen und wieder abtrocknen, bevor Sie es dem kleinen Nager anbieten. Auch Nagematerial wie Äste und Zweige sollten Sie vorher waschen. Das Frischfutter oder eiweißhaltige Futter sollten Sie dem Hamster nie direkt aus dem Kühlschrank geben, sonst ist die Nahrung zu kalt. Wenn Sie für Ihren kleinen Mitbewohner Wildkräuter sammeln, dann nie in der Nähe von stark befahrenen Straße oder auf Hundespielwiesen. Falls Sie sich nicht gut mit Wildkräutern auskennen, lassen Sie lieber die Finger davon – diese könnten im Zweifelsfall giftig sein! Küchenabfälle, Süßigkeiten und gewürzte oder gesalzene Nahrung sind für den Hamster absolut tabu. (Ewelina Zmyslowska)

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