Wenn der Hamster stirbt | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Wenn der Hamster stirbt

Hamster leben im Durchschnitt nur zwei bis drei Jahre. Ist der Nager schwer krank, sollte man seiner Verantwortung als Tierfreund gerecht werden und den Kleinen einschläfern lassen.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Hamster leben im Durchschnitt nur zwei bis drei Jahre.
Bewegungsfreude und Lebhaftigkeit nehmen nach dem zwölften Lebensmonat rapide ab. Mit dem Alter werden die kleinen Nager auch etwas grantiger. Das ist natürlich, denn Stress setzt einem alten Hamster mehr zu als einem jungen. So kann er auch schon mal mit Drohen und Beißen reagieren. Äußerlich verändern sich alte Hamster ebenfalls: Sie bekommen ein dünneres und struppigeres Fell, etwas trübere Augen und magern ab oder werden rundlich. Da sich der Kleine selber nicht mehr richtig pflegen kann, kann sein Fell auch schon mal verdreckt sein. Das sind alles ganz normale Alterserscheinungen.

Zeit für den Abschied

Wenn Ihr kleiner Mitbewohner jedoch aufhört, mit Appetit zu fressen, außerhalb des Häuschens schläft oder Sie beim Abtasten eine Beule bzw. einen Knoten entdecken, dann sollten Sie den Hamster von einem Tierarzt untersuchen und sich beraten lassen. Rät Ihnen der Doktor dazu, den Hamster von seinem Leiden zu erlösen, dann sollten Sie seinem Rat folgen. Der Abschied ist immer schwer. Man hat den kleinen Nager schließlich liebgewonnen und verbindet viele gemeinsame Erlebnisse mit ihm. Aber Sie sind nicht allein. Viele andere Hamster-Besitzer machen irgendwann einmal diese einschneidende Erfahrung durch. In unserem Trauerforum können Sie sich mit Gleichgesinnten austauschen – und Trost finden. 

Spenden Sie Ihrem Kind Trost

Für Kinder ist der Tod ihres geliebten Hamsters ein Schock. Versuchen Sie dennoch nicht, den Verlust zu verheimlichen oder dem Kind gar einen neuen Hamster anstelle des verstorbenen in den Käfig zu setzen. Das Kind kennt sein Tier und merkt sofort, dass der Nager im Käfig nicht seiner ist. Geben Sie ihrem Kind die Möglichkeit, von seinem Hamster Abschied zu nehmen. Hilfreich sind Rituale wie eine Beerdigung. Sie können als Sarg ein kleines Holzkästchen verwenden. Ein Grab kann dem Kind helfen, den Verlust besser zu verarbeiten. Da aber nicht jeder einen Garten hat und auch nicht überall die Bestattung im eigenen Garten gestattet ist, gibt es spezielle Friedhöfe nur für Tiere. Eine Alternative zu einem Grab ist, den Hamster beim Tierarzt zu lassen, der ihn dann der Tierkörperbeseitigung überstellt.

Nehmen Sie die Trauer und die Tränen Ihres Kindes unbedingt ernst, auch wenn Ihnen selbst der Hamster nicht so viel bedeutet hat. Versuchen Sie nicht, Ihr Kind mit Spielen und Späßen abzulenken, sondern ermuntern Sie es, Bilder vom verstorbenen Hamster zu malen oder eine kleine Geschichte über ihn zu schreiben. Wenn Ihr Kind vorerst kein neues Tier haben möchte, dann respektieren Sie das. Räumen Sie den Käfig und die anderen Utensilien weg. Wenn sich Ihr Kind jedoch nach einiger Zeit wieder einen neuen Hamster wünscht, dann gönnen Sie ihm einen neuen kleinen Freund. (Ewelina Zmyslowska)

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