Spiel- und Wohlfühltipps für Hamster | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Spiel- und Wohlfühltipps für Hamster

Hamster haben von Natur aus einen großen Bewegungsdrang. Sie lieben es zu spielen, zu buddeln und zu klettern. Deshalb sollten sie sowohl im Käfig als auch beim Freilauf Möglichkeiten zum Austoben finden.
 
© Jeremy-Wee / Fotolia
Anders als vielleicht einem Hund, kann man einem Hamster keine wirklichen Kunststücke beibringen.
Wenn Sie sich stets ausgiebig mit Ihrem kleinen Nager beschäftigen, kann sich mit der Zeit eine richtig enge Bindung zwischen dem Hamster und Ihnen entwickeln. Da diese Tiere sehr bewegungsfreudig sind, brauchen sie ein abwechslungsreich eingerichtetes Hamster-Heim, das sowohl Spiel- und Kletter- als auch Bau- und Nagermöglichkeiten bietet. Das Hamster-Rad allein reicht nicht aus. Es gibt mittlerweile so viele weitere Bewegungsmöglichkeiten für den kleinen Mitbewohner - Leitern, Rutschen und horizontale Drehscheiben aus Holz -, an denen er zusätzlich seine Krallen abnutzen kann. Aber auch Äste, Steine, Ton-Blumentöpfe, Ziegelsteine und Pappröhren gehören zu einer Abenteuerteuerlandschaft für den Hamster. All diese Gegenstände können Sie dem Kleinen auch beim allabendlichen Auslauf aufstellen. Denn auch dort lieben die kleinen Nager interessante Kletter- und Entdeckungstouren. Achten Sie aber darauf, dass das Zimmer hamstersicher ist.

Kleine Dressurübungen

Anders als vielleicht einem Hund, kann man einem Hamster keine wirklichen Kunststücke beibringen. Man kann jedoch versuchen, ihn auf bestimmte Geräusche zu „trimmen“. Da sowohl Gold- als auch Zwerghamster besonders gut hören können und sogar Geräusche im Ultraschallbereich wahrnehmen, können Sie versuchen, Ihren kleinen Mitbewohner auf bestimmte Signale zu konditionieren. Wenn Sie ein ganz bestimmtes Geräusch exakt zeitgleich zur Futtergabe machen, wird der Nager mit der Zeit lernen, dass dieses eine Geräusch einen Leckerbissen verspricht, und sofort zu Ihnen eilen. Als Signal können Sie mit der Zunge schnalzen, pfeifen oder einen Clicker (ein Gerät, das häufig zur Konditionierung von Tieren verwendet wird und einem „Knackfrosch“ ähnelt) verwenden. Wenn Sie Ihren Hamster darauf konditioniert haben, können Sie den Kleinen nach dem Freilauf viel leichter wieder einfangen. Denn sobald er das Geräusch hört, wird er das Leckerli haben wollen und zu Ihnen laufen.

Der Hamster als Fotomodell

Wenn Sie einen Fotoapparat oder eine Digitalkamera besitzen, können Sie schöne Momentaufnahmen von Ihrem kleinen Nager machen. Doch damit der Hamster auch scharf abgebildet wird und zu erkennen ist, müssen Sie einige Details beachten. Das Blitzgerät ist bei der Tierfotografie von unschätzbarem Wert. Denn Tiere setzen sich nicht einfach hin und warten, bis das Foto geschossen ist – sie sind ständig am Laufen und Schnüffeln. Was beim Fotografieren mit Blitzlicht vermieden werden soll, ist, durch die Gitterstäbe zu fotografieren. Denn die Stäbe zerstören das Bild – viel besser ist es also, den Hamster für die Aufnahmen aus dem Käfig zu nehmen und am besten schon ein kleines Studio eingerichtet zu haben. Dies kann ein Tuch, eine Decke oder ein großer farbiger Karton sein. Wichtig ist nur, dass sich der Hamster farblich vom Hintergrund abhebt.

Seien Sie sparsam mit weiteren Utensilien, um nicht unnötig vom eigentlichen Motiv abzulenken. Sie können den kleinen Nager auch an etwas Futter knabbern lassen. Es ist viel angenehmer, wenn noch jemand zweites dabei ist, der den kleinen Ausreißer immer wieder einfängt und auf seinen Platz zurücksetzt. So, jetzt brauchen Sie nur noch eines: Geduld. Wenn Sie es geschafft haben, einige schöne Hamster-Portraits zu schießen, dann stellen Sie diese doch in unserer Community vor! (Ewelina Zmyslowska)

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