Die Inneneinrichtung des Kaninchenheims | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Die Inneneinrichtung des Kaninchenheims

Es gibt viele Möglichkeiten, wie Sie an zwei (oder mehr) Kaninchen kommen können. Nehmen Sie in jedem Fall etwas Zeit mit und lassen Sie sich gut beraten.
 
© Foto: Sven Weber / Fotolia
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Als Basiszubehör für Ihr Kaninchen-Gehege brauchen Sie etwa zwei Toiletten (inkl. Einstreu ), einen festen, schweren Futternapf (z.B. aus Ton) und einen Trinknapf bzw. eine Trinkflasche. Trinknäpfe sind -flaschen vorzuziehen, da sie den Tieren ein natürliches Trinken ermöglichen und leichter zu reinigen sind. Trinknäpfe haben allerdings den Nachteil, dass das Wasser durch verschmutzte Einstreu verunreinigt werden kann.

Dieses Problem kann umgangen werden, indem im Gehege weitestgehend auf Einstreu verzichtet wird. Benutzen die Kaninchen eine Toilette, kann die übrige Fläche des Geheges z.B. mit alten Bettlaken ausgelegt werden. Ist dies nicht möglich, müssen Sie auf Trinkflaschen zurückgreifen. Da sich hier leicht Bakterien ansiedeln, muss die Flasche mindestens einmal wöchentlich gründlich gereinigt werden. Frisches, handwarmes Wasser erhalten die Tiere täglich.

Heuraufen

Frisches Heu (ad libitum) bildet das Hauptfutter von Kaninchen. Damit das Heu nicht verunreinigt wird, kann es den Tieren in Heuraufen gereicht werden. Viele Gitterheuraufen, die im Käfig angebracht werden können, bergen die Gefahr, dass die Tiere hineinspringen oder sich auf andere Weise daran verletzen können. Besser sind Heuraufen, die von außen am Gehege befestigt werden.

Sie können Ihre Heuraufe aber auch selbst bauen, indem Sie im Baumarkt beispielsweise einen Ziegelstein mit Löchern besorgen und Zweige (z.B. von Apfel- und Birnenbäumen, Heidelbeer- oder Johannisbeerbüschen) hineinstecken. Zwischen die Äste und Blätter kann das Heu verteilt werden. Wenn Ihre Kaninchen das Heu nicht durch Kot verunreinigen, kann es auch in einer Ecke des Käfigs direkt auf den Boden gelegt werden. 

Versteckmöglichkeiten

Im Kaninchen-Heim keinesfalls fehlen dürfen Höhlen und andere Verstecke. Handelsübliche Holzhäuschen für Zwergkaninchen müssen mindestens 30 x 40 cm groß sein und ein Flachdach (als erhöhte Sitz- und Liegefläche) haben. Idealerweise ist das Häuschen so geräumig, dass wenigstens zwei Kaninchen gemeinsam darin liegen können.

Eine Alternative zu Holzhäusern sind Röhren aus Kork. Der Durchmesser sollte (für ein Zwergkaninchen) etwa 20 bis 25 cm betragen. In manchen Zoofachgeschäften und Internetshops werden darüber hinaus Stofftunnel angeboten, die bei den Langohren ebenfalls sehr beliebt sind. Auch Holzbrücken aus Weidenzweigen werden gerne als Unterschlupf genutzt.

Sämtliche Verstecke müssen regelmäßig mit heißem Wasser und ggf. etwas Essig gereinigt werden. Da Materialien aus Holz und Kork gerne angeknabbert werden, müssen die Verstecke von Zeit zu Zeit ersetzt werden. Nagematerial (z.B. in Form von Holzgegenständen und Zweigen) sollte den Tieren ohnehin stets zur Verfügung stehen und dient der sinnvollen Beschäftigung. (Kathrin Aretz)

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