Kaninchen und Urlaub | EIN HERZ FÜR TIERE Magazin

Kaninchen und Urlaub

Mit dem Kaninchen in den Urlaub, geht das überhaupt? Oder ist eine Urlaubsbetreuung die besser Variante? Worauf muss bei der Urlaubsplanung geachtet werden?
 
© Foto: Thomas Brodmann / animals-digital.de
Foto: Thomas Brodmann / animals-digital.de
Während Hunde ihren Menschen auf Reisen häufig begleiten können, gestaltet sich der Urlaub mit Kaninchen schon schwieriger. Normalerweise kann ein Kaninchengehege nicht ohne weiteres mit dem Auto transportiert werden. Hinzu kommt, dass geklärt werden muss, ob die Tiere vorübergehend mit im Hotel oder in der Ferienwohnung wohnen dürfen. Doch nicht nur das spricht gegen einen Urlaub mit Kaninchen. Die Hasenartigen reagieren sehr sensibel auf Veränderungen ihrer gewohnten Umgebung. Nicht zuletzt ist jeder Transport ein großer Stressfaktor – noch dazu, wenn es sich um lange Fahrten handelt.

Diesen Stress sollten Sie Ihren Langohren nicht zumuten! Am besten bleiben Ihre Kaninchen zu Hause und werden dort von einem Freund, Verwandten oder Nachbarn betreut. Urlaubsbetreuungen werden auch durch einige Internetforen oder Tierschutzorganisationen vermittelt. Ist es nicht möglich, dass die Tiere mindestens einmal täglich in ihrer gewohnten Umgebung versorgt werden, können sie vorübergehend zu ihrem Tiersitter oder in eine spezielle Tierpension ziehen. Ist das Gehege zu groß für einen solchen Umzug, können Ihre Kaninchen für den begrenzten Zeitraum z.B. in einem kleineren Gehege oder - besser noch – in einem abgetrennten Bereich der Wohnung leben.

Urlaubs-Checkliste 

  • Üben Sie mit Ihrem Tiersitter den richtigen Umgang mit Ihren Kaninchen. Hierzu zählen insbesondere die Fütterung und das Händeln/Hochheben der Tiere sowie die Reinigung des Geheges.

  • Stellen Sie für den Zeitraum Ihrer Abwesenheit einen genauen Futterplan auf. Welche Futtersorten, wie viel und wie oft darf/soll verfüttert werden?

  • Kümmern Sie sich darum, dass für den Zeitraum Ihres Urlaubs genügend Futter und Einstreu vorhanden sind.

  • Wie soll der Auslauf Ihrer Tiere gestaltet werden?

  • Neigt eines Ihrer Tiere zu bestimmten Erkrankungen oder Eigenarten, auf die besonders geachtet werden muss?

  • Reinigen Sie das Gehege vor Ihrer Abreise gründlich.

  • Geben Sie Ihrem Tiersitter die Adresse und Telefonnummer Ihres Tierarztes sowie Ihre Urlaubsadresse und Mobilfunknummer an die Hand.

Darauf sollten Sie bei Tiersittern achten

Der Tiersitter sollte jeden Tag nach dem Kaninchen sehen und es versorgen. Vergessen Sie nicht den Käfig kurz vor der Übergabe gründlich zu reinigen, dann ist für den Zeitraum von einer Woche keine Reinigung seitens des Pflegers nötig.

Stellen Sie vor Abreise auch einen „Pflegepass“ für Ihr Kaninchen zusammen. Ein leeres Formular dafür können Sie sich hier herunterladen.
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Denken Sie zudem an genügend Futter und Einstreu für die Zeit Ihrer Abwesenheit. Freilauf und Spielstunden sollten nur solche Pfleger durchführen, die auch wirklich Erfahrung mit Kaninchen haben. Für zwei bis drei Urlaubswochen verkraftet es der kleine Mümmelmann schon einmal im Käfig auszuharren. Weisen Sie den Tiersitter auf gründliches Händewaschen hin, bevor er das Kaninchen anfasst.

Das gilt vor allem dann, wenn er selber eines zu Hause hat. Dies vermeidet eine Übertragung von Krankheitserregern . Falls der Tiersitter Ihr Kaninchen bei sich zu Hause aufnimmt, dann sehen Sie sich die Räumlichkeiten genau an und weisen Sie den Pfleger unter Umständen auf mögliche Gefahrenquellen hin.

(Kathrin Aretz / Ewelina Zmyslowska)

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